SERIE JUGENDARBEIT WÄHREND DER PANDEMIE Verein Miau plant für 2021

Den Lockdown zur Neuordnung genutzt

Freuen sich, dass sie ihren Treffpunkt im Dröönläänd nach den jüngsten Lockerungen unter bestimmten Auflagen nun wieder nutzen können: Matti Bank, Lioba Fieweger, Nils Struwe und Luca Tietje (v.l.).
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Freuen sich, dass sie ihren Treffpunkt im Dröönläänd nach den jüngsten Lockerungen unter bestimmten Auflagen nun wieder nutzen können: Matti Bank, Lioba Fieweger, Nils Struwe und Luca Tietje (v.l.).

Achim – Für die aktiven Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Musikerinitiative Achim und Umgebung (Miau) war die Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie ein Schock – wie andernorts wurde das Vereinsleben unmittelbar und vollständig auf Eis gelegt, berichtet Luca Tietje.

Der Verein Miau fördert Rock- und Popmusik sowie verwandte Stilrichtungen durch Veranstaltungen informativer und kultureller Art. Aktuell zählt die Initiative rund 40 Mitglieder, von denen 10 bis 20 aktiv am Vereinsgeschehen teilnehmen. Die letzte Party vor Corona im Dröönläänd an der Langenstraße war für den 13. März geplant gewesen und konnte wegen der Kontaktbeschränkungen nicht mehr stattfinden. „Wahrscheinlich wäre sie aber sowieso ausgefallen“, vermutet Luca Tietje rückblickend. Die Stimmung im Verein habe bereits zu diesem Zeitpunkt einen Tiefpunkt erreicht. „Viele Mitglieder haben nur noch ihr Ding im Blick gehabt, und gemeinsame Aktivitäten und Planungen gab es kaum noch“, bedauert der Auszubildende im Kulturhaus Alter Schützenhof.

Dennoch seien die Aktiven nicht in Lethargie verfallen, sondern hätten nach vorne geschaut: „Wir haben uns nochmals darüber Gedanken gemacht, was der Laden eigentlich für uns und für Achim bedeutet“, sagt Tietje, „und den Lockdown damit konstruktiv genutzt.“ Man habe die Corona-Regeln sehr genau befolgt, aber über Online-Kommunikationskanäle weiterhin Kontakt gehalten.

Sobald erste Aktivitäten von einzelnen Personen wieder möglich waren, wurden erste Pläne umgesetzt: Das Inventar geordnet und aufgeräumt, Fehler in der Technik behoben, nötige Renovierungsarbeiten umgesetzt und eine Wiedereröffnung vorbereitet. „Jeder konnte in der Corona-Zeit den Schlüssel für das Dröönläänd bekommen und aktiv werden“, betont der Achimer Matti Bank. Auch habe die Gruppe den Kontakt zur Stadtverwaltung gesucht und mit den Mitarbeitern dort wichtige Fragen klären können. Alle Interessierten seien stets über die Entwicklungen informiert gewesen und insbesondere der Achimer Kreis sei dadurch wieder stärker zusammengewachsen.

So blicken die Dröönläänd-Nutzer trotz der Krise positiv in die Zukunft: „In diesem Jahr können wir nicht mehr öffnen, aber der DJ-Workshop im August wird stattfinden“, versichert Luca Tietje. „Im Moment planen wir Aktivitäten für den Januar 2021.“

Um Geld in die Kassen zu bekommen, vertreiben sie T-Shirts mit Vereinslogo. Im nächsten Jahr feiert der Verein sein 40-jähriges Bestehen, und die Mitglieder möchten diesen Anlass dazu nutzen, um auf den Treffpunkt als Veranstaltungsort für Partys sowie Workshop- und Proberaum hinzuweisen. „Hier wachsen Freundschaften“, weiß der Verdener Nils Struwe, „wir bringen unterschiedliche Interessen auf einen Nenner.“ Jeder könne sich ausprobieren, ob als Bastler oder DJ.

Perspektivisch möchten die Verantwortlichen mit Achimer Schulen in Kontakt treten und in Kooperation weitere DJ-Workshops anbieten. Auch eine große Wiedereröffnungsparty sei geplant, wenn nichts mehr dazwischenkommt.

Von Ingo Schmidt

Im August veranstaltet die Musikerinitiative einen Workshop für angehende DJs: Anfänger oder Fortgeschrittene lernen von den Erfahrungen und Techniken geübter Ton-Jongleure. Das Bild stammt aus der Zeit vor Corona. Archivfoto: Schmidt

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