18 von 39 Ratsmitgliedern gehen

Stadt Achim dankt für politischen Einsatz in Freizeit

25 Jahre im Stadtrat: Für den Städtetag gratulierte Ulrich Mahner (l.) Bürgermeister Rainer Ditzfeld zum Jubiläum.
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25 Jahre im Stadtrat: Für den Städtetag gratulierte Ulrich Mahner (l.) Bürgermeister Rainer Ditzfeld zum Jubiläum.

Achim – Von einem „Großkampftag, was Ehrungen und Verabschiedungen angeht“, sprach Ulrich Mahner, Referatsleiter des Niedersächsischen Städtetags, am Donnerstagabend in der Sitzung des Achimer Stadtrats. Weil ein Termin den anderen gejagt habe, war der Verbandsvertreter etwas verspätet in der Realschulaula eingetroffen. Bevor er Bürgermeister Rainer Ditzfeld für dessen 25-jährige Tätigkeit im Rat ehrte, stimmte er eine Laudatio auf all diejenigen an, die sich ehrenamtlich für Belange ihres Wohnorts und der dortigen Bevölkerung einsetzen.

„Kommunalpolitik gibt es schon seit ein paar tausend Jahren“, holte der Gastredner weit aus und verwies auf die Bibel. „Baut Häuser, pflanzt Gärten, zeugt Söhne und Töchter“, sei da zu lesen. Im Nu schlug Mahner dann den Bogen ins Hier und Jetzt. In Zeiten von enormer Flächenversiegelung und des Mangels an Kita-Plätzen, „ist alles nicht mehr ganz so einfach“.

Bürgerschaftliches Engagement verdiene Anerkennung. Leider gehe heute ein Teil der Bürger unsachlich mit gewählten Vertretern um. Dabei werde Kommunalpolitik angesichts zunehmender Haltlosigkeit in der globalisierten Welt immer wichtiger, stellte Ulrich Mahner fest. Und kramte eine statistische Zahl hervor, die Mut mache. 80 Prozent der Ratsmitglieder in Niedersachsen seien länger als eine Ratsperiode tätig. „Kommunalpolitik scheint Spaß zu machen.“

Nahezu die Hälfte der Ratsmitglieder wurde in der letzten Sitzung der laufenden Ratsperiode mit Dank für ihre Arbeit verabschiedet.

Dann wandte sich der Gast aus Hannover dem Jubilar zu. Es gebe gleich drei Anlässe, Rainer Ditzfeld zu gratulieren: zur Wiederwahl als Bürgermeister, zum 60. Geburtstag vor wenigen Tagen und zu den 25 Jahren im Rat, zählte Mahner auf und überreichte dem Stadtoberhaupt eine Urkunde des Städtetags sowie einen Blumenstrauß.

Ratsvorsitzender Bernd Junker schloss sich den guten Wünschen für Ditzfeld an. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, was wir machen. Es erfordert Zeit, Kraft und Geduld“, fügte der Sozialdemokrat hinzu.

Rainer Ditzfeld, der 18 Jahre lang in der CDU-Fraktion ehrenamtlich im Rat mitarbeitete und seit 2014 als hauptamtlicher, parteiloser Bürgermeister das 39. Ratsmitglied ist, bedankte sich für die Zeichen der Anerkennung. Und lenkte dann den Blick auf andere Männer und Frauen im höchsten Entscheidungsgremium der Stadt, das mit dem Ende der Ratsperiode am 31. Oktober einen kräftigen personellen Aderlass zu verzeichnen hat.

18 der 39 Ratsmitglieder, also knapp die Hälfte, absolvierten am Donnerstag ihre letzte Sitzung. „Ein Riesendankeschön an alle, die ihre Energie, ihre Kraft zum Wohle der Bürger eingesetzt haben“, äußerte Ditzfeld. „Kommunalpolitik ist die Keimzelle der Demokratie.“ Er bedaure besonders, dass die gesamte bisherige WGA-Fraktion nach dem Ergebnis der Stadtratswahl am 12. September aus dem Rat rausgeflogen sei.

Drei Funktionsträger, die freiwillig nicht mehr weitermachen, bat der Bürgermeister nach vorne, um ihnen für die geleistete Arbeit in hervorgehobener Position zu danken. Das waren sein ehrenamtlicher Stellvertreter Reiner Aucamp (SPD), der bisherige Ratsvorsitzende Bernd Junker (SPD) und dessen zweite Stellvertreterin Silke Thomas (Grüne).

Außerdem wurden aus dem Rat verabschiedet: Peter Bartram, Klaus Blauert, Robert Bonin, Rainer Bohl, Cathleen Drewes, Michael und Wolfgang Heckel, Karl-Heinz Lichter, Wolfgang Mindermann, Michael Pahl, Christoph Pein, Jan Precht, Larne Sprenger, Esat Ünal und Marco Vagt.

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