Die Dance Masters entzücken das Publikum in der Achimer Cato-Aula

Zeitreise durch Irland mit viel Stepptanz und Liebesgeschichte

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Die irischen Musiker sangen sich in die Herzen der Zuhörer.

Achim - Von Bernd Hägermann. Michael Flatley hat in den 80er Jahren mit „Riverdance“ und später als „Lord of the Dance“ den Erfolg des rasanten irischen Stepptanzes begründet, der schnell eine große Anhängerschaft gewann und wichtige Hallen und Konzertsäle füllte. Der Erfolg dieser und gleichartiger Bühnenshows hält bis heute an. Die Dance Masters, die am Mittwochabend in der Aula des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums gastierten, stehen ganz in dieser Tradition.

Viele Ensemblemitglieder der Dance Masters stammen tatsächlich von der grünen Insel. Und nicht wenige von ihnen haben eine klassische Tanzausbildung absolviert, bevor sie ins Stepp-Fach wechselten, um hier diverse Solo-Titel zu sammeln. Wer wie Conor Lyons Dubliner und Leinster Champion geworden ist oder wie Kellie Anne Purtil den Titel des Dublin-, All Ireland- und International-Champion im irischen Tanz trägt, muss sich um seine künstlerische Anerkennung in dieser Tanzsparte keine Gedanken mehr machen.

Komplettiert wurde die Show von drei Musikern: Shane Moran, Cian Farrelly und Aaron Dolan, Iren allesamt, spielten Gitarre, Banjo, Flöte, Dudelsack und sangen sich bei der vom Achimer Kreisblatt präsentierten Vorstellung direkt in die Herzen der rund 200 Zuhörer. Bei dem Trio klang sogar das irische Original, das den Blödelbarden Klaus & Klaus zum Hit „An der Nordseeküste“ verhalf, sehnsuchtsvoll anrührend.

Die Dance Masters nahmen ihr Publikum mit auf eine Zeitreise durch die irische Geschichte und durch die des Stepptanzes. Den prägen choreografische Elemente, die auf Tempo, Präzision und Synchronität zielen. Außerdem sind die so genannten Clicks - mit den Schuhen auf den Tanzboden gezauberte Taktgeber - in schnellster Ausführung kaum sichtbar, aber immer gut hörbar und bestimmend für den Gesamtrhythmus.

Kernthema war neben dem zeitgeschichtlichen Abriss eine Liebesgeschichte in ihrer tänzerischen Umsetzung. Zwischen Patrick und Kate sind schnell Gefühle vorhanden, aber die äußeren Umstände schwierig. Bis Kate den Ring von Patrick an ihrem Finger trägt, sind Missverständnisse und Zweifel auszuräumen sowie Missgunst und einige Kämpfe zu überstehen. Doch am Ende wird alles gut. Und Patrick und Kate erweisen sich endlich einmal als ein frisch getrautes Paar, das sich beim Hochzeitstanz nicht hölzern übers Parkett schiebt, sondern fast alle Distanzen mühelos hüpfend oder im Sprung überwindet.

Für alle Akteure der „Dance Masters“ spendete das Publikum langanhaltenden und begeisterten Applaus.

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