Blaulicht-Projekt in der Lebenshilfe-Kita Baden mit Feuerwehr, DRK und Polizei

Damit im Notfall nicht die Angst regiert

Mit Gurt sicher in den Rettungswagen: Als Freiwillige durfte Teresa (4 Jahre) die Trage des Roten Kreuzes ausprobieren.

Achim - Von Lisa Duncan. Im Zeichen des Blaulichts steht zurzeit die Lebenshilfe-Kita Baden: Anlass ist ein neues, dreiwöchiges Aufklärungsprojekt in Kooperation mit der Polizei, Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Am Montag besuchte die Polizei die Einrichtung am Lahof, gestern waren Vertreter der Badener Feuerwehr und des DRK Baden an der Reihe.

„Die Polizisten berichteten von ihrer Arbeit und fuhren die Kinder zum Schluss mit Sirene und Blaulicht die Straße rauf und runter“, erzählt Kita-Leiterin Edda Hasselhof-Kuß. Ein anderer Teil war die Verkehrserziehung. Auf einer Kurzwanderung zur Grundschule Baden probten die Kleinen vernünftiges Verhalten an Zebrastreifen, Ampel und Co. Zuvor hatten sie in ihren Gruppen Polizeimützen und andere Utensilien der Gesetzeshüter gebastelt.

Um die Kinder auf die externen Besucher vorzubereiten, gab es in jedem Gruppenraum pro Woche einen Blaulicht-Schwerpunkt. Die Sprösslinge konnten sich thematisch von Raum zu Raum bewegen. „Das passt zu unserem offenen Konzept“, erklärt Hasselhof-Kuß. Die Kita stellt für alle Gruppen etwa eine Puppenecke, eine Bauecke und einen Forscherraum zur Verfügung. Die Kinder können wählen, womit sie sich tagsüber beschäftigen möchten. Das Blaulicht-Projekt will die Kita, die im Oktober 2018 erst öffnete, nun jährlich wiederholen.

Gestern hießen die Gäste Robin Pecirep, stellvertretender Gruppenführer bei der Feuerwehr Baden und Christian Holtkamp, der bei der Ortsfeuerwehr die Brandschutzerziehung macht. Pecirep zog die Atemschutzmaske auf, während Holtkamp den Ablauf eines Löscheinsatzes in einfachen Worten erklärte. „Ich schwitze jetzt schon“, sagte Pecirep mit maskenbedingt gedämpfter Stimme, was die Kleinen mit Lachen quittierten. „Wir machen das, damit Kinder wissen, wie sie sich im Brandfall verhalten sollen, und auch, um ihnen die Angst zu nehmen“, sagte Holtkamp, der beeindruckt war, wie gut alle auf den Feuerwehrbesuch vorbereitet waren.

Für das DRK Baden waren SEG-Leiter Justin Feierabend und Ulrich Wilke vor Ort. In seiner Funktion als DRK-Mitglied zeigte der Pastor den Kindern Sauerstoffmaske, Medikamentenschrank und Puls-Oximeter. „Wer wollte, konnte seinen Herzschlag messen lassen. Ein Kind war ganz aufgeregt, da schlug der Puls schneller“, so Wilke. Neben dem Fahrersitz durften unter anderem Julian und Teresa Platz nehmen. Justin Feierabend zeigte ihnen, wie Funk und Blaulicht bedient werden. Teresa ließ sich auch als Freiwillige auf der Trage in den Rettungswagen schieben – natürlich angeschnallt. „Sonst fällt man runter“, weiß die Vierjährige.

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