Deutlicher Besucherrückgang im vergangenen Jahr / Freibadsaison soll am 1. Mai starten

Corona-Pandemie trifft Achimer Bäder hart

Schwimmer im Achimer Freibad
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Mit Abstand und einem Hygienekonzept wird aller Voraussicht nach auch die kommende Freibadsaison beginnen. Archivfoto: Mix

Nur knapp 20 000 Gäste haben das Freibad im vergangenen Jahr besucht. Der Grund ist Corona, sagt die Stadt.

  • Deutlich weniger Frei- und Hallenbadbesucher wegen Corona-Beschränkungen
  • Hygienekonzept machte Öffnung nach dem ersten Lockdown überhaupt erst möglich
  • Freibadsaision soll mit Neuerungen am 1. Mai starten

„Im Hallenbad Achim ist ein Besucherrückgang im gleichen Größenverhältnis zu verzeichnen“, sagt Kirsten Jäger, Produktgruppenleiterin Sport und Bäder im Rathaus.

Hauptgrund für das deutliche Besucherminus waren ihr zufolge die bis jetzt andauernden, monatelangen Schließungen im Frühjahr und Herbst – Normalbetrieb habe lediglich zu Jahresbeginn geherrscht. Und während die Einnahmen wegbrachen, seien die Aufwendungen für die Bäder auf einem hohen Niveau geblieben.

„Leider ist es nicht so, dass man bei Bädern einfach den Stecker ziehen kann. Um beispielsweise bauliche Schäden und den Befall mit Keimen zu vermeiden, muss ein Großteil der Bädertechnik weiterbetrieben werden – also quasi im Standby-Modus“, erläutert Sabine Schulz, Betriebsleiterin der Achimer Bäder.

In der Bilanz sei der Ertrag des vergangenen Jahres für Hallen- und Freibad um knapp 180 000 Euro eingebrochen – mit negativen Folgen für das Betriebsergebnis.

Hoher Aufwand für Hyginekonzept im Achimer Freibad

Dass zwischen den Lockdowns überhaupt Umsätze generiert werden konnten, ist auf die Hygienekonzepte zurückzuführen, mit denen die Stadt ab Juni 2020 ihre Bäder wiedereröffnen konnte. „Dafür haben wir einen hohen Aufwand betrieben, der sich aber gelohnt hat“, sagt Kirsten Jäger.

Für jedes Bad wurden individuelle Sicherheitskonzepte erarbeitet, so zum Beispiel Besucherzahlen begrenzt, ausgefeilte Wegeführungen innerhalb der Bäder erdacht und die Öffnungszeiten angepasst – Maßnahmen, die das Infektionsrisiko minimiert hätten. Dass neben dem öffentlichen Badbetrieb im September/Oktober 2020 viele Besucherblöcke ausgebucht waren und auch die verschiedenen Gruppen im Hallenbad an der Bergstraße wieder trainierten, wertet Sabine Schulz als klaren Vertrauensbeweis der Kunden.

Sanierung des Hallenbaddachs bald abgeschlossen

Für Passanten seit Wochen nicht zu übersehen ist die dortige Dachsanierung. In wenigen Wochen wird die Maßnahme laut Schulz abgeschlossen sein. In der Bädertechnik seien die Anlagen einer umfassenden Revision unterzogen, die Becken und Räume gereinigt und für den baldigen Einsatz vorbereitet worden.

Allerdings gebe es beim Schwimmerbecken immer noch keine klare Gutachteraussage, wie es mit der Abwicklung der festgestellten Schäden im Fliesenbereich weitergehe.. „Sobald es einen verlässlichen Zeitplan gibt, werden wir den kommunizieren“, verspricht Steffen Zorn, Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung.

Startklar für einen Einsatz ist das Nichtschwimmerbecken. Sobald die Corona-Verordnung eine Bäderöffnung erlaube, stehe das kleine Becken für Schwimmkurse oder auch Fitnessangebote zur Verfügung. Zurzeit enthalte die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen keine verlässliche Perspektive für die Öffnung von Badeanstalten, bedauern Kirsten Jäger und Sabine Schulz. Dennoch sei der Bäderbetrieb aktiv, denn das Freibad Achim soll schon am 1. Mai in die Saison starten. Vermutlich wird der Betrieb auf Basis eines Hygienekonzepts, vergleichbar dem aus dem Jahr 2020, organisiert. Neben festgelegten Schwimmzeitblöcken werde es voraussichtlich eine Begrenzung der Besucherzahlen geben müssen. Eine Neuerung ist geplant: Die Kunden werden die Möglichkeit zu einem Online-Ticketkauf haben. Bereits gekaufte Mehrfachkarten behalten ihre Gültigkeit.

„Bei allen schmerzlichen Einschränkungen, die wir aktuell im Bäderbereich wegen Corona erleben, freut sich das gesamte Team auf das Frühjahr und das Freibad Achim. Wir haben für 2021 eine weitere Nutzungsoption im Fokus. Neben dem Badebetrieb möchten wir auch für Gruppen eine Trainingszeit im Freibad anbieten“, erklärt Schulz.  

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