Bilanz 2019: Achimer Filiale gewinnt 250 neue Kunden hinzu

Commerzbank wächst vor Ort

Jan Neumann leitet die Achimer Filiale der Bank. 
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Jan Neumann leitet die Achimer Filiale der Bank. Foto: mix
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Achim – Die Commerzbank in Achim befindet sich auf Wachstumskurs. Im Privat- und Unternehmerkundensegment ist das Geschäftsvolumen 2019 gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent auf 160 Millionen Euro gestiegen, heißt es in einer jetzt veröffentlichten Bilanz des Geldinstituts. Die Commerzbank betreut von Achim aus die nördliche Hälfte des Landkreises Verden.

„Insgesamt wurden hiernetto 250 neue Kunden hinzugewonnen, jetzt sind es 6 700“, sagt Filialleiter Jan Neumann. Die Bereitschaft zum Wechsel der Bankverbindung sei hoch. „Wichtiger Erfolgsfaktor war auch 2019 das kostenlose Girokonto.“

Das seit zehn Jahren andauernde Zinstief macht vielen indes zu schaffen. Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben Kunden auch 2019 wieder einen Teil ihres Vermögens verloren. „Seit Ende 2010 gerechnet, liegt dieser Wertverlust pro Bundesbürger bei 1 638 Euro“, weiß Neumann. Der Schock der Pandemie verstärke diese Situation noch.

Mittelfristig orientierten Anlegern rät der 35-Jährige dazu, Ruhe und Nerven zu behalten. „Wer seine Anlagen noch unverzinst auf einem Tages- oder Festgeldkonto parkt, sollte über Alternativen zumindest nachdenken.“

In der Corona-Krise steht die Bank nach eigenen Angaben auch „fest an der Seite“ gebeutelter Unternehmer. „Wir helfen unseren Kunden, die jetzt Liquiditätsengpässe oder Kreditbedarf haben, so schnell und unbürokratisch wie möglich“, sagt der dafür zuständige Matthias Schmidt.

Mit Blick nach vorn macht Neumann deutlich, dass die Commerzbank, die 2020 ihr 150-jähriges Bestehen feiert, ihren Umbau weiter vorantreibt. Das gelte beispielsweise für „Mobile first“, also Angeboten für das Smartphone, die bis Ende 2023 alle Produkte des Hauses umfassen sollen. In Achim liegt der Anteil der Kunden, die aktiv Online-Banking nutzen, laut Neumann bei 54 Prozent.

Auf persönliche Beratung muss trotzdem niemand verzichten. „Wir werden auch künftig in der Fläche präsent sein“, verspricht Neumann.

Ob das allerdings vom Achimer Standort, Obernstraße 55, aus noch lange der Fall sein wird, ist offen. Denn ein Teil der bundesweit rund 1 000 Filialen der Bank soll geschlossen werden. „Welche, wird in den kommenden Monaten entschieden“, informierte Dagmar Baier, Pressesprecherin des Unternehmens für die Region Nord, auf Nachfrage.    mm

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