In Clüverswerder und auf dem ehemaligen Runken-Gelände in Bierden

Achim bekommt neue Flüchtlingsunterkünfte

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Im ersten Stockwerk dieses Gebäudes an der Bremer Straße in Bierden sollen Flüchtlingswohnungen entstehen.

Achim - Die Stadt Achim wird schon bald zwei weitere größere Flüchtlingsunterkünfte bekommen: Neben der bereits bekannten in der DRK-Jugendfreizeitstätte in Clüverswerder auch eine auf dem ehemaligen Runken-Gelände an der Bremer Straße 70 in Bierden.

Im Januar oder Februar dürften 50 Achim zugeteilte Flüchtlinge in die Freizeitstätte in Clüverswerder einziehen.

Eine ähnliche Zahl ist für ein Gebäude der ehemaligen Textilfabrik Runken an der Bremer Straße vorgesehen. Auf dem Areal der schon lange untergegangenen traditionsreichen Textilfirma kommen nun zu den mittlerweile dort ansässigen Firmen der Textil- und Lackbranche, einer Musikschule sowie eines Studios für Fitness und Kampfsportarten im ersten Stockwerk des nicht an der Landesstraße 158, sondern im rückwärtigen Bereich gelegenen Gebäudes provisorische Flüchtlingswohnungen dazu. Nach den Arbeiten für Umbau und Einrichtung dürfte dies bis Ende März geschehen.

Besonders die Anwohner, aber auch die ganze übrige Bevölkerung sind eingeladen zu einer Informationsveranstaltung des Kreises und der Stadt am Montag, 25. Januar, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Achimer Rathauses.

So genannte reguläre Flüchtlinge werden auf das jetzige Firmengelände ziehen. Regulär heißt, sie sind Achim zugeordnet und nicht wie zum Beispiel die 118 in der Uphuser Sporthalle am Arenkamp Erstaufnahmeflüchtlinge, die der Kreis dort in Amtshilfe für das überforderte Land Niedersachsen untergebracht hat und die später an andere Orte verlegt werden können.

Um solche Erstaufnahme-Flüchtlinge handelte es sich auch bei den 55 in der Embser Turnhalle und dem dortigen Dorfgemeinschaftshaus, doch nach der guten Aufnahme und den engen Kontakten mit der Bevölkerung dort sind sie auch zu regulären Achimer Flüchtlingen geworden.

Weitere etwa 280 dieser regulären Flüchtlinge konten bisher in Wohnungen statt in Massenunterkünften untergebracht werden.

In allen Fällen ist dies trotz heftiger Schlagabtausche in der öffentlichen bundesweiten Diskussion mit viel Empathie und Hilfsbereitschaft der Achimer Bevölkerung abgelaufen. Auch die Sportvereine zeigen große Solidarität.

Da ein Ende des Flüchtlingszustroms nicht in Sicht ist, bereitet die Kreisverwaltung sich auf Unterbringungsmöglichkeiten in weiteren Hallen und in Holzhäusern mit Schlichtbauweise in den Städten und Gemeinden des Landkreises vor. Sie sollen im Frühsommer stehen.

Beim Spitzentreffen der Verwaltungschefs von Kreis, Städten und Gemeinden im Verdener Kreishaus hat die Stadt Achim dafür die schon lange diskutierte Fläche am Hainkämpe im Badener Gewerbegebiet und einen Standort am Scheefmoorgraben in der Nähe des Kreisels und Gewerbegebiets angeboten.

In den meisten Fällen handelt es sich bei diesen Achimer Neubürgern um Familien mit Kindern aus Syrien, dem Irak und Afghanistan beziehungsweise um Asylsuchende aus dem Sudan, Somalia und der Elfenbeinküste.

mb

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