Spitze im Bundesland: Cato-Schüler Jan Kensbock pulverisiert Konkurrenz bei Fach-Olympiade

„Chemie macht einfach Spaß“

Ehre, wem Ehre gebührt: Schulleiter Stefan Krolle überreicht Jan Kensbock, Sieger der zweiten Runde im Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“, eine Urkunde, ein Buch über anorganische Chemie und ein naturwissenschaftliches Kartenspiel. 
Foto: schmidt
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Ehre, wem Ehre gebührt: Schulleiter Stefan Krolle überreicht Jan Kensbock, Sieger der zweiten Runde im Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“, eine Urkunde, ein Buch über anorganische Chemie und ein naturwissenschaftliches Kartenspiel. Foto: schmidt

Achim – Das Lernen fällt Jan Kensbock nicht besonders schwer, regelmäßig räumt der Schüler am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium Bestnoten ab. Seine Leidenschaft aber gehört dem Fach Chemie: In der zweiten Runde der Chemie-Olympiade im Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ erreichte er in seiner Jahrgangsstufe zehn den ersten Platz in Niedersachsen und Bremen. Damit qualifiziert er sich für die dritte Runde, die sogenannte Westrunde in Münster. Die fällige Urkunde und ein Präsent überreichte ihm am Freitag Direktor Stefan Krolle in der Schulbibliothek, denn der feierliche Rahmen entfiel wegen Corona.

Kensbock ist Wiederholungstäter. Schon früher konnte er bei dem Wettbewerb, den der Förderverein Chemie-Olympiade für die Jahrgangsstufen acht bis zehn fast bundesweit organisiert, mit seinem naturwissenschaftlichen Wissen überzeugen. Bereits im vergangenen Jahr sicherte sich der Oytener vordere Plätze.

„Chemie ist einfach interessant“, sagt der 16-Jährige. Am Fachgebiet fasziniere ihn, dass sich darin stoffliche Zusammenhänge klar nachvollziehen ließen, in dem man chemische Vorgänge ergründe und offenlege. „Als Viertklässler bekam ich eine Tasse mit Periodensystem geschenkt – ab diesem Zeitpunkt war mein Interesse geweckt.“ Jan Kensbock wollte nach eigener Aussage verstehen, wie die Elemente zusammenwirken und materielle Dinge entstehen. Die experimentelle Chemie reizt ihn deshalb besonders.

An der Chemie-Olympiade gefalle ihm der hohe Anspruch. „Die Aufgaben sind deutlich schwerer als im Unterricht“, resümiert der Oberstufenschüler. Aber eben darin liege die Herausforderung: Schwierige Fragenstellungen mit bestehendem Wissen, neuen Erkenntnissen und Transferleistung zu lösen.

Aber nicht nur Chemie begeistert den Schüler, sondern auch Physik, Mathematik und Astronomie. In seiner Freizeit gleitet er im Segelflieger durch die Luft oder schlägt die Saiten seiner E-Gitarre an. Am Cato mischt der junge Mann in der Big-Band mit und er engagiert sich im Patenschaftsprogramm „Schüler helfen Schülern“.

Doch seine besondere Vorliebe gilt dem Schulfach, bei dem es schon mal „Puff“ macht. Das allerdings mit seinen Formeln, komplizierten Zusammenhängen und oft abstraktem Lernstoff auch viele Altersgenossen abschreckt. Was bei dem Preisträger, der über die Westrunde sogar das Bundesfinale des Wettbewerbs erreichen kann, selbstverständlich komplett anders ist.

„Chemie macht einfach viel Spaß“, sagt Jan Kensbock. „Da mache ich auf jeden Fall weiter.“ Nach dem Abitur wolle er Chemie studieren und sich anschließend im pharmazeutischen Bereich weiter qualifizieren.

Womit der 16-Jährige bei Direktor Krolle auf Gegenliebe stößt. Der Schulleiter möchte den jungen Forscher möglichst bald für ein Praktikum an die Universität Bremen vermitteln, damit der Parade-Schüler dort seine Interessen weiter vertiefen und entwickeln kann.

Von Ingo Schmidt

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