Charlotte braucht Mark-Transplantation

„Swim and Run“ mit dringlicher Note

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Organisator Peter Rösner inmitten der vielen jungen Sportler bei der Anmeldung zum letzten „Swim-And-Run“ im „alten“ Achimer Freibad. 

Achim - Die Veranstaltung „Swim & Run“ auf dem Gelände des Freibades gilt seit ihrer Premiere vor fünf Jahren als eine mit heiter-sportivem Charakter. Diesmal kam eine dringliche Note hinzu.

Charlotte Mira, fünf Jahre alt und wie das veranstaltende „Tri Team“ in Schwarme beheimatet, leidet an einer seltenen, genetisch bedingten Stoffwechselerkrankung des Gehirns.

Ohne schnelle Behandlung führt diese Krankheit binnen weniger Monate zum Tod. Hilfe bringt dem Mädchen nur eine Knochenmarktransplantation. Die kann den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen.

Ersttypisierung im Freibad möglich

Deshalb hatte das Tri-Team um seinen Vorsitzenden Dr. Peter Rösner auf dem Veranstaltungsgelände einen Stammzellen-Typisierungsstand eingerichtet. Mittels eines Wattestäbchens und einer Speichelprobe konnte dort die Ersttypisierung vorgenommen werden. Im sportlichen Teil der Veranstaltung bewiesen sich Teilnehmende aus allen Altersklassen.

Mit ganzem Einsatz bewältigen auch diese Beiden den „Run“-Teil der Veranstaltung.

Nach der Eröffnung dieser Veranstaltung, bei der die Stadt Achim als Kooperationspartnerin fungiert, begannen die Kleinsten mit ihren Wettkämpfen, die aus den Disziplinen Schwimmen und Laufen bestehen.

Die Sechs- und Siebenjährigen schwammen 50 Meter und liefen 200 Meter, die Acht- und Neunjährigen schon 100 und 400 Meter. Für die bis zu Dreizehnjährigen waren 200 Meter im Wasser und 1000 Meter an Land zu absolvieren, für die bis Fünfzehnjährigen 400 Meter und 2500 Meter.

„Swim&Run nach Umbau des Achimer Freibades so nicht mehr möglich“

Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene maßen sich über 1000 und 5000 Meter. Für Sportler, die nicht aus dem Bereich Triathlon kommen, gab es eine „Schnupperdistanz zum Kennenlernen“.

Die Strecken dabei: 200 Meter Schwimmen und 1500 Meter Laufen. Zur Veranstaltung gehörten zudem Staffelläufe, an denen sich Kinder mit ihren Familienmitgliedern beteiligen konnten.

Hier bemühen sich die Kleinsten im Wasser um gute Platzierungen, haben aber vor allem viel Spaß dabei.

Bei einem der Wettkämpfe – insgesamt hatten rund 150 Sportlerinnen und Sportler gemeldet – war der achtjährige Olaf Gottmann aus Dauelsen am Start. Unterstützung am Schwimmbecken und an der Laufstrecke erhielt er von seinem Vater Ingo.

Nach dem Schwimmen lag Olaf im Mittelfeld. Beim Laufen steigerte er sich auf vordere Plätze: „Laufen“, verriet Olaf, der beim TSV Dauelsen Fußball spielt, aber sichtlichen Spaß an der neuen Sportart hatte, „liegt mir einfach mehr.“

Das „Swim & Run“ in der jetzigen Form wird es nicht mehr geben. Der Umbau des Achimer Freibades erfordert vom Veranstalter neue Überlegungen.

„Wir werden uns schnell beraten und dann eine Entscheidung treffen. Sicher ist: Wir möchten gerne in Achim bleiben“, sagte Mit-Organisatorin Gesine Rösner.

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