Delegation reist nach Lettland

Cesis und Achim pflegen ihre Partnerschaft

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Die Achimer Delegation vor der sanierten Kirche in der Partnerstadt Cesis.

Achim – Eine Delegation bestehend aus Wirtschaftsförderer Martin Balkausky, der in Achim lebenden Lettin Dace Piesik, dem Leiter des Bürgerzentrums im Magdeburger Viertel, Dirk Ysker, und dem SPD-Ratsmitglied Helmut Masemann hat vom 16. bis 20. November die Partnerstadt Cesis besucht.

Ein volles mit Höhepunkten gespicktes Programm hinterließ bei der Reisegruppe viele und teilweise tiefe Eindrücke, teilt Dirk Ysker in seinem Bericht mit. Vor allem die Intensität und Begeisterung, mit der die Letten am 18. November ihren Nationalfeiertag feierten, sei für die Achimer ein besonderes Erlebnis gewesen. „Man spürt, wie ein kleines Volk sich mit seinem noch jungen Staat und der Demokratie identifiziert. In Verbindung mit der lettischen Kultur, dem hohen Bildungsstand und der bewegten Geschichte ist ein sehr starkes nationales Selbstbewusstsein erwachsen, gepaart mit Gastfreundlichkeit und Weltoffenheit“, so Ysker weiter. Emotionaler Höhepunkt war in Cesis die Niederlegung von Blumen zur Erinnerung an die erste Staatsgründung Lettlands vor 101 Jahren.

Die Gäste aus Achim hatten in diesen Tagen Gelegenheit, mehrere Gespräche mit dem Bürgermeister von Cesis, seiner Stellvertreterin sowie mit Fachleuten aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Sport, Kultur und Touristik zu führen. Dabei konnten sie sich davon überzeugen, mit welcher Dynamik sich die kleine Stadt entwickelt. Zielgerichtet wird in Kunst, Kultur, Sport und Bildung investiert. Eine Schülerin sagte: „Es gibt keinen besseren Planeten zum Leben als Cesis.“ Die Stadt hat noch weitere teilweise große Pläne, um die Lebensqualität und die ökonomische Qualität weiter zu steigern. Pläne nehmen Gestalt an: Neben bereits bestehenden drei Fakultäten der Universität Riga sollen ein großes Wissenschaftszentrum und ein Sozialzentrum mit verschiedenen Einrichtungen entstehen.

Mit besonderem Interesse ließen sich die lettischen Gesprächspartner über den Stand der Entwicklung in Achims nördlicher Innenstadt sowie die Aktivitäten rund um das Projekt Achim-West berichten. Weitere Themen waren der Austausch von Informationen über Kinderbetreuungssysteme, Zugewanderte in Achim, Inklusion sowie Sport in Vereinen.

Auf der Rückreise hat die Delegation neben landestypischen Leckereien bereits zwei weitere konkrete Gesprächsergebnisse im Gepäck. Im kommenden Jahr werden voraussichtlich lettische Unternehmen die Achimer Fachmesse mit ihren Produkten bereichern. Außerdem äußerten die Gastgeber den Wunsch, sich zum Thema Inklusion bei einem Besuch in Achim Anregungen zu holen.

Zum Abschied versicherten sich die Vertreter beider Städte, dass diese Partnerschaft lebendig ist und bleiben soll, weil man voneinander lernt zum Vorteil der eigenen Entwicklung und weil es ein direkter Beitrag zur gelebten Völkerverständigung ist.

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