Uwe Sprenger erklärt Austritt aus Partei

„CDU will mit Söldnerin an Spitze“

Hat die CDU im Groll verlassen: Uwe Sprenger.
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Hat die CDU im Groll verlassen: Uwe Sprenger.

Achim – Anders als von der Parteispitze erhofft, kommt die Achimer CDU nicht zur Ruhe. Nur wenige Tage nach der Wahl des neuen Vorsitzenden Jürgen Striedieck und gut einen Monat nachdem dessen Vorgänger Martin Puls das Amt knall auf Fall hingeworfen hatte, hat nun der langjährige Pressewart Uwe Sprenger seinen Austritt aus der CDU erklärt. Seinen ehemaligen politischen Weggefährten macht er dabei schwere Vorwürfe, wie aus einem Schreiben an die Redaktion hervorgeht.

Mit der parteilosen Dr. Nadine Fischer habe die CDU „eine Art Söldnerin“ als Bürgermeisterkandidatin aufgeboten. Damit wollten die örtlichen Christdemokraten „ihren tief sitzenden Groll“ auf Bürgermeister Rainer Ditzfeld, der 2014 die CDU im Streit um seine Kandidatur für den Chefsessel im Rathaus verlassen hatte, Ausdruck zu verleihen, sagt Sprenger. Aus Reihen der Partei höre er nur: „Ditzfeld muss weg.“ Eine weibliche Bewerberin für das Amt, „als Mainstream“, komme somit gut an. Fischer werde mit einem „sehr hohen Geldbetrag aus der Parteikasse“ unterstützt.

Doch die 33-Jährige sei bekanntlich gegen das Projekt „Achim-West“, kritisiert Sprenger und merkt an: „Diese Kröte muss der CDU-Stadtverband schlucken, damit Frau Fischer modern und ökologisch bei den Wählern ankommt. Auch wenn grundsätzliche Leitlinien über Bord geworfen werden müssen.“

Die parteilose Bürgermeisterkandidatin Nadine Fischer und Ex-Vorsitzender Martin Puls.

Wo sei die Grundeinstellung der CDU geblieben? Nämlich für die Zukunft Wachstum zu schaffen, Arbeitsplätze zu generieren und Achim Einnahmen zu ermöglichen, die der gesamten Achimer Bevölkerung zugutekommen, führt das ehemalige Parteimitglied aus. Bis Fischer, „mehr Grün- als CDU-überzeugt“, Kandidatin wurde, sei „Achim-West“ immer von den „Schwarzen“ getragen worden.

Puls habe es nicht verstanden, die verschiedenen Altersgruppen und Ansichten der CDU-Mitglieder zu vereinen. „Er hat Andersdenkende ausgesperrt, Selbstdarstellung betrieben und den eigenen Vorteil gesucht“, zieht Sprenger kräftig vom Leder. Allerdings habe auch der CDU-Ortsverein Baden-Uesen erheblich dabei mitgewirkt, was in der Achimer CDU läuft und was nicht.

Einer anderen Partei wolle er nicht beitreten, lässt Uwe Sprenger abschließend wissen. „Meine politische Einstellung behalte ich.“

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