CDU-Landtagsabgeordneter Adrian Mohr lernt Streuobstwiese in Achimer Marsch kennen

Preisgekröntes Stück Natur fasziniert

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Die Streuobstwiesen-Initiatoren Hans-Dieter Pöhls (Zweiter von links) und Ulrich Ringe (Vierter von links) begrüßten jetzt eine CDU-Besuchergruppe mit dem Landtagsabgeordneten Adrian Mohr (Sechster von links) an der Spitze auf dem sehenswertem Fleckchen Natur-Kulturlandschaft, die fast direkt ans Achimer „Bauernviertel“ grenzt,

Achim - Eine prächtige, gerade Apfelallee in Blickrichtung zur Achimer St. Laurentiuskirche wächst auf der Streuobstwiese in der Marsch heran. 66 verschiedene Apfelbäume gedeihen bereits hier, 13 Birnbäume, 5 Kirschbäume 16 Pflaumenbäume, 5 Quitten, 4 Zierapfelbäume, ein Walnussbaum und 1 Malus sylvestris. Bei den Äpfeln liegt der große Schwerpunkt auf spezifisch regionalen und vom Aussterben bedrohten Arten.

Unter dieser Äpfeln sind Spezies, die selbst Apfelallergiker wie der Achimer CDU-Ratsherr Larne Sprenger vertragen. Insgesamt gibt es 111 Obstbäume von 99 verschiedenen Arten zu bewundern.

Auf Sprengers Initiative hin lernte jetzt auch CDU-Landtagsabgeordneter Adrian Mohr die mehrfach preisgekrönte Streuobstwiese kennen.

Ulrich Ringe und Hans-Dieter Pöhls begrüßten die Besuchergruppe. Von den beiden stammt die Idee, diese vom Naturschutzbund (Nabu) schon 1994 mit 24 Obstbäumen angelegte Streuobstwiese zu erweitern – auf einer Fläche, die der Biolandhof Böse-Hartje von der Stadt gepachtet hatte und nun zum neuen Zweck bereit stellte. Pöhls und Ringe entwickelten dazu ein dezidiertes Konzept.

Der Aufruf zum Bäumespenden stieß auf riesiges Echo, so dass sämtliche 87 Pflanzplätze innerhalb weniger Monate vergeben waren. Am 30. September 2012 kamen die ersten vier Apfelbäume in den Boden Heute bilden Pöhls und Ringe quasi eine eigenen Streuobstgruppe innerhalb des Achimer Nabu, die auch für die laufende Pflege und Unterhaltung der Streuobstwiese sorgt.

Bingo-Umweltlotterie und andere Spender wurden zur Finanzierung hinzugezogen, und stolz führte Ulrich Ringe der Besuchergruppe auch den leistungsstarken High-Tech-Mulchmäher für diese Wiese vor. Ein ansprechender Honigbienenunterstand aus Holz wurde in Zusammenarbeit mit dem Achimer Imkerverein inzwischen ebenfalls geschaffen, und Sitzgelegenheiten zum Erholen und Genießen der Natur fehlen nicht.

Dieser stadtnahe Naturraum ist offen für alle Bürger, bietet gerade Kindern und Schulklassen laut dazugehörigem farbigen Hochglanzflyer „nachhaltige Naturbildung“ und erhöht allgemein den Freizeitwert Achims und den als „familienfreundliche Stadt“.

Lediglich einige Jugendliche, die auf den Bänken herumsitzen und darum herum Unrat hinterlassen, trüben laut Ulrich Ringe immer wieder das Bild.

Höhepunkt der öffentlichen Anerkennung dieser Wiese war Platz 1 bei dem von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung ausgeschriebenen Niedersächsischen Umweltpreis im Jahr 2014.

Aber auch von Bremen aus wird das Projekt offenbar hoch eingeschätzt. So verriet Ringe den beeindruckten Besuchern zum Abschluss, dass das Hotel Munte anlässlich seines 100-jährigen Bestehens zusagt habe, einen Monat lang je einen Euro pro Übernachtung für die Streuobstwiese zu spenden. Etwa zur Anlage von Hecken zwecks verbesserten Windschutz und anderen Dingen sei der auf rund 1000 Euro kalkulierte Betrag gut zu verwenden, ergänzte Hans-Dieter Pöhls sogleich.

la

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