Unterstützung von Waisenhaus auf den Philippinen

Cato-Abiturient Finn Luca Schulz geht für elf Monate nach Manila

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Finn Luca Schulz blickt auf eine spannende Zeit in Manila. Mit einem Blog sowie eMail-Rundbriefen möchte er Familie, Freunde, Spender und Interessierte mit Erfahrungsberichten über seine Erlebnisse informieren.

Achim - Von Ingo Schmidt. Für Finn Luca Schulz beginnt eine aufregende Zeit: Im August startet der Achimer Cato-Absolvent in die philippinische Hauptstadt Manila, um dort im Rahmen eines Internationalen Jugendfreiwilligendienstes (IFSJ) Kinder-Hilfseinrichtungen zu unterstützen.

Vor etwa drei Jahren war Missionar Carsten Aust zu Gast in Achim und berichtete als Leiter der Einrichtungen House of Hope I und II von seiner Arbeit auf den Philippinen. „Das Engagement hat mich damals sehr überzeugt“, beschreibt Finn Luca Schulz den ersten Eindruck, „und ich konnte mir sehr gut vorstellen, nach dem Schulabschluss dort zu arbeiten.“ Im vergangenen Jahr trat der Schüler nochmals mit Aust in Kontakt, führte konkrete Gespräche und reichte nach dessen Empfehlung in den Herbstferien bei der Arbeitsgemeinschaft pfingstlich-charismatischer Missionen (APCM) seine Bewerbung ein. Als christlich-konfessionsübergreifender Dachverband organisiert der APCM, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zusammen mit mehr als 60 Partnern weltweit FSJ-Angebote. Missionar Aust betreut drei Standorte in Manila: Waisenhäuser in Antipolo und Murong sowie ein Daycare-Center in Tondo. „Die Not vor Ort ist so groß, dass die Menschen zum Teil in leer geräumten Grabnieschen alter, chinesischer Friedhöfe wohnen“, beschreibt Finn die schwierige Situation.

„Meine Wahl fiel aber klar auf die Philippinen“

In den Einrichtungen leben jeweils etwa 35 Kinder, denen ein familiäres Umfeld geboten werden soll, das ihnen einen positiven Start ins Leben ermöglicht. Eine lebenssichernde Grundversorgung, Mentoring mit Nachhilfeunterricht und Interessenförderung zählen dazu – Aufgaben, bei denen der Achimer die Helfer vor Ort bald unterstützen wird.

Die gute Betreuung der Bewerber ist dem APCM ein besonderes Anliegen: „Das gesamte Programm ist sehr professionell aufgezogen und bereitet die Teilnehmer intensiv auf die Anforderungen vor“, erklärt der 18-Jährige. „Es folgen noch Reflexionsseminare vor Ort und ein Abschlussseminar.“

Etwa vier Wochen nach der Bewerbung folgte eine Einladung zur Bewerberauswahl mit 15 bis 20 weiteren Interessenten und Präsentation vieler zusätzlicher Einsatzorte. „Meine Wahl fiel aber klar auf die Philippinen“, berichtet der Abiturient.

Nachdem die Förderung durch den Bund sichergestellt war, folgte wenige Wochen später die positive Rückmeldung. „Anfang dieses Jahres habe ich den Vertrag unterschrieben.“

Seminar gegen den Kulturschock

Nun folgten abschließende Vorbereitungen: Ein dreitägiges Seminar in Ludwigsburg soll den Kulturschock mindern, und mit Quizfragen per E-Mail konnten sich die angehenden IFSJler nützliches Wissen aneignen.

Das weitere Programm: Flüge buchen, sich impfen lassen und einen Spenderkreis aufbauen – denn die Kosten von rund 350 Euro monatlich für Wohnung, Verpflegung, Taschengeld und Seminar sowie ärztliche Untersuchung sind zwar durch den Dachverband gesichert, aber dieser soll nur im Notfall einspringen. Damit möglichst viele Einsätze umgesetzt werden können, sollen die Freiwilligen den Betrag weitestgehend selbst einwerben. Allein die Impfungen gegen Tollwut, Japanische Enyphatitis, Hepatitis A und B sowie Pneumokokken kosten rund 500 Euro. Finn Luca Schulz hatte im Vorfeld einen Mini-Job angenommen, Zuschüsse bei Verwandten eingeworben und sucht derzeit noch helfende Spender.

Mit seinem Einsatz möchte der Achimer berufliche Perspektiven ausloten: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, auch später im Ausland zu arbeiten. Dies wäre ein erster Schritt in diese Richtung.“ Für ihn sei es ferner wichtig, die Werte der Achimer Gemeinde weiterzutragen: Sicherheits- und Statusdenken hintenanzustellen und sich in die Lage weniger privilegierter Menschen zu versetzen. Er halte es für seine christliche Bürgerpflicht, Missstände zu erkennen, diese aufzudecken und aktiv Abhilfe zu schaffen.

Kontakt per E-Mail: finn.schulz5@freenet.de.

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