Bürgermeister Ditzfeld und Vereinsvorsitzender Masemann beruhigen die Badener Sportler / Demnächst Containerwohnungen

„In die Lahofhalle kommen keine Flüchtlinge“

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Die Lahofhalle soll nicht zur Flüchtlingshalle werden, hieß es gestern Nachmittag.

Baden - Es kommen keine Flüchtlinge in die Lahofhalle, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Um diese Botschaft zu übermitteln, hatte Helmut Masemann, der Vorsitzende des TV Baden, gestern ins Lahof-Vereinsheim eingeladen zu einer Mischung aus Pressekonferenz und öffentlicher Veranstaltung. Die angeführten Aussagen stammen von ihm und Bürgermeister Rainer Ditzfeld.

Den TV-Vorsitzenden hatten Gerüchte und auch Spekulationen in der Presse beunruhigt, dass die Lahofhalle nach den Hallen in Embsen und Uphusen als nächste Flüchtlingsunterkunft dran sein könnte.

Unruhe im Verein, Austritte und keine Buchungen im Vereinsheim mehr, deuteten sich an..

Tatsächlich stand die Lahofhalle, wie gestern dem Kreisblatt bestätigt wurde, neben Uphusen und Embsen auf der Liste der Achimer Hallen ohne Schulsport und mögliche Flüchtlingsunterkunft.

Bürgermeister Rainer Ditzfeld versicherte gestern auch nach einem Gespräch mit Landrat Bohlmann jedoch, dass es dazu so bald nicht kommen werde.

Achim sei schließlich die einzige Stadt beziehungsweise Gemeinde im Kreis, die gleich zwei ihrer Hallen als Flüchtlingsunterkünfte bereitgestellt habe. Bevor von Achim eine dritte Halle gefordert werde, seien erst einmal andere Kommunen dran.

Wie es in einem oder zwei Jahren aussehe, könne er natürlich auch nicht sagen, da er die Entwicklung im der Welt und der Bundesrepublik nicht vorhersehen könne, sagte Ditzfeld.

Immerhin hatte der Landkreis Verden, wie berichtet, jüngst von weiteren 400 Flüchtlingen bis Weihnachten und 1250 von Januar bis Ende März im Kreis gesprochen.

Man will sie unter anderem im Thedinghäuser Polar-Firmengebäude, in der Tennishalle Sagehorn, in der Jugendfreizeitstätte Clüverswerder und in Containern auf dem Gelände des Landkreises in Verden unterbringen.

In dieser Woche spricht der Landkreis mit den Bürgermeistern über leer stehende Flächen und Gebäude, die sich zur Flüchtlingsunterbringung eignen. Mit der Zimmerer-Innung ist man im Gespräch, damit sie provisorische Wohnungen in Leichtbauweise erstellt. Nicht vom Tisch ist so auch der Container-Standort im Badener Industriegebiet.

Die Flüchtlinge in Embsen sind inzwischen zu „Regelflüchtlingen“ erklärt worden, so dass die sehr hilfsbereite Bevölkerung sich um Wohnungen für sie bemühen kann.

Die frei werdenden Plätze in der Embser Halle können dann wieder von anderen geflohenen Menschen eingenommen werden.

Der Bürgermeister dankte gestern den vielen Achimer Flüchtlingshelfern für ihren Einsatz und den Sportvereinen für ihre Solidarität.

mb

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