Budapester Gymnasiasten auf Gegenbesuch im Cato / Dieter Kahlstorf vor seinem Abschied

Unbekanntes Ungarn jetzt vertrauter

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Rektor Stefan Krolle (rechts) sowie die Organisatoren Heike Fiebelkorn (links) und Dieter Kahlstorf (hinten, Fünfter von links) mit ungarischen Austauschschülern und deren Gastgebern.

Achim - Seit Sonnabend sind sie hier, und gestern wurden sie offiziell begrüßt: 14 Schüler und zwei Lehrer des ungarischen Kossuth-Lajos-Gimnaziums verbringen eine Woche in Achim – als Gegenbesuch, Die Achimer Schüler waren im Oktober zu Gast in Ungarn. Der Rektor des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums, Dr. Stefan Krolle, begrüßte die Gruppe in der Bibliothek. Mit dabei: die deutschen Gastgeber, sind die Budapester doch in Gastfamilien untergebracht.

„Wir freuen uns, dass diese Schulpartnerschaft seit 21 Jahren besteht. Das ist Europa“, sagte Krolle. Er dankte Lehrer Dieter Kahlstorf und Bibliotheksleiterin Heike Fiebelkorn, die ein großes Programm vorbereitet haben und kündigte an: „Wir wollen den Austausch weiterführen, auch wenn Dieter Kahlstorf in den Ruhestand geht.“ Der ergänzte: „Wir sind froh, dass unsere Gäste wohlbehalten angekommen sind – die Zugfahrt dauerte 13 Stunden.“

Den Großteil des Programms absolvieren die deutschen und ungarischen Zehntklässler gemeinsam. Gleich am Ankunftstag ging es an die Nordsee nach Norderney. „Wir hatten Glück mit dem Wetter, und die Wellen schlugen weit auf den Strand“, berichtete Kahlstorf. Am Sonntag war Familientag.

Nach der gestrigen Begrüßung brachen die Budapester zur Achim-Rallye auf und beantworteten Fragen zu örtlichen Sehenswürdigkeiten. Dabei mussten sie auf Hilfe der deutschen Schüler verzichten. „Das wäre zu einfach“, erläuterte Kahlstorf. Obwohl: „Ich will auch eine Gruppe mit Achimer Schülern losschicken. Ob die mehr wissen als ihre Gäste, bezweifle ich.“

Heute fahren alle nach Bremerhaven. Dort stehen eine Hafenrundfahrt und der Besuch des Klimahauses auf dem Plan. Am Mittwoch geht es nach Bremen, erst zu EADS, bevor die Achimer ihre Gäste zu den Sehenswürdigkeiten führen. Für Donnerstag ist ein Ausflug zum Serengeti-Park geplant, und am Freitag unternehmen die Budapester eine Radtour nach Fischerhude. Mit dem Grillen am Abend klingt der Besuch aus.

„Wir organisieren den Austausch alle zwei Jahre“, und Verständigungsschwierigkeiten gebe es kaum, freut sich Kahlstorf. Die Gäste haben nämlich Deutsch als Fremdsprache gewählt. Den Kontakt zum Kossuth-Lajos-Gimnazium hatte der frühere Achimer Rektor Peter Uhlig, der zuvor in Hannover tätig war, vermittelt. „Beim Austausch geht es nicht in erster Linie um Sprache“, betont Kahlstorf. Sondern? „Für viele ist Ungarn ein unbekanntes Land, auch wenn es in Mitteleuropa liegt. Wir wollen es den Jugendlichen ermöglichen, das dortige Familienleben und mehr genauer kennen zu lernen.“

is

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