Bremerin Barbara Helmke zeigt Aquarelle im Teehaus Hashagen

Faible für Farne und Fjorde

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Barbara Helmke mit einem ihrer Werke, das eine Landschaft in Hjelmerland zeigt.

Achim - Von Inka Sommerfeld. Ein erhabener Anblick: die weite Berglandschaft, das glitzernde Wasser. Das hat Barbara Helmke derart fasziniert, dass sie es malte. Immer wieder. Die neuesten Werke sind jetzt im Achimer Teehaus Hashagen am Alten Markt zu sehen.

Die Bremerin präsentiert 17 farbenfrohe Bilder unter dem Titel „Fjord und Fjell“. Gemalt in verschiedenen Aquarelltechniken: mit Aquarellkreide, -tusche und -stiften. Überwiegend Eindrücke von der Fjordlandschaft der norwegischen Westküste. „Es ist ein Geschenk, dass es solch schöne Natur gibt“, meint die Künstlerin. Übrigens: „Fjell“ ist norwegisch und heißt Berg.

Es war im Jahr 1990, als Helmke eine Freundin in Norwegen besuchen wollte. „Ich dachte damals, dort oben sei es dunkel, kalt und es liegt immer Schnee“, erzählt sie schmunzelnd. Doch als sie dort oben ankam, stellte sie fest: „Es ist ähnlich wie bei uns. Die Sonne schien und es war warm.“ Seitdem fährt sie immer mal wieder nach Norwegen.

Ständiger Begleiter: Papier und Bleistift, denn unterwegs skizziert die 58-Jährige die Landschaft. Entspannung und Einlassen auf den Moment – das ist es, was für sie dann zählt. „Hier in Deutschland ist alles eingezäunt und eingeteilt, ein krasser Gegensatz zur Weite in Norwegen“, sagt sie. Anders ausgedrückt: „Die Landschaft ist ein wichtiger Aspekt.“

Helmkes Lieblingsbild ist der Wasserfall. „Den ersten Wasserfall, den ich in Norwegen sah, habe ich ausgiebig bestaunt – er war eine Sensation. Ich dachte, ich sehe so schnell keinen mehr.“ Irrtum. „Hinter der folgenden Kurve rauschte ein weiterer herab“, erzählt sie lachend und fügt hinzu: „Die ständige Bewegung, die Dynamik, ist wesentlicher Bestandteil des Landes.“

Außer den stimmungsvollen Eindrücken Norwegens sind Impressionen aus dem Wald ausgestellt: nicht naturalistisch, sondern ein Spiel aus Farben und Formen. Strukturen von Baumwurzeln, Felsen, Farne und Pflanzen sind zu erkennen, alles in kräftige Farben getaucht. Dazu Felsen, die aussehen wie Trolle.

Barbara Helmke malt und zeichnet seit ihrer Kindheit. Sie erlernte den Beruf der Kunstglaserin bei der damaligen Firma Gläbe in Posthausen. „Es ist eine schöne Aufgabe, mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen und mit farbigen Gläsern Räume zu gestalten“, sagt sie. Kirchenfenster, Fenster und Türen fertigte sie. Nach ihrer Lehre arbeitete sie in verschiedenen Unternehmen in Niedersachsen und Bremen – rund 25 Jahre lang. Es folgte ein Studium der Kulturwissenschaften, das sie mit Magistra Artium abschloss. Doch eine Anstellung blieb bisher aus. Deshalb engagiert sie sich in der Leseförderung der Freiwilligenagentur Bremen, singt im Chor „allaBrema“, malt und zeichnet. Ihre Werke stellte sie auch in Bremen aus.

„Ich hoffe, die Leute sinnieren über Landschaft und erhalten sie. Die Natur ist unsere Lebensgrundlage“, appelliert Helmke.

Die Ausstellung „Fjord und Fjell“ ist bis Mittwoch, 29. April, im Teehaus Hashagen zu sehen.

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