Unterschied zwischen Groß- und Kleinstadt minimal

Bremer und Achimer Polizisten tauschen Dienststellen

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Kai Spelde (links) tauschte für insgesamt 16 Wochen seinen Arbeitsplatz mit dem Achimer Polizisten Bastian Schröter.

Achim - Kai Spelde, Beamter bei der Bremer Polizei, war im vergangenen Jahr für 16 Wochen in Achim auf Streife. Im Gegenzug versah sein Kollege des Polizeikommissariats Achim, Bastian Schröter, seinen Dienst bei der Polizeiinspektion Bremen-Ost. Das berichtet Helge Cassens, Pressesprecher der Polizeiinspektion Verden/Osterholz in einem Schreiben an die Presse.

Die Idee des Personaltauschs zwischen den Dienststellen ist nicht neu – bereits zum vierten Mal sei Polizisten der benachbarten Dienststellen eine wechselseitige Hospitation ermöglicht worden, so Cassens. „Anlässlich der Beendigung des letzten Durchlaufs trafen sich die beiden Polizeikommissare gemeinsam mit ihren Dienststellenleitern bei der Polizei Achim, wo sie ihre Erfahrungen austauschten.“

Die Einsatzbelastung pro Streifenwagen in Bremen ist nach Einschätzung des Achimers Bastian Schröter vergleichbar mit der in seiner Heimatdienststelle. Bemerkenswert fand er allerdings die Anzahl der Einsatzfahrzeuge, die man in der Großstadt in relativ kurzer Zeit aufrufen kann. Der Bremer Kai Spelde sah das ähnlich, merkte allerdings an, dass sich die Polizeiarbeit zwischen Groß- und Kleinstadt nur wenig unterscheide. Natürlich nutzten beide Länder unterschiedliche EDV-Systeme, auch seien nicht alle Arbeitsabläufe identisch. Dass die Arbeit jedoch grundverschieden ist, könne man bei Weitem nicht sagen.

Mal rauskommen aus der Komfortzone

Beide Polizeikommissare waren sich einig: Mal rauskommen aus der Komfortzone, arbeiten in fremden Dienstbereichen, sogar in anderen Bundesländern – „das ist schon etwas Besonderes und hatte nicht nur einen dienstlichen Mehrwert, sondern hat auch noch Spaß gemacht“, fand Bastian Schröter. Die herzliche Aufnahme durch die Kollegen beider Dienststellen gleich zu Beginn der Hospitation trug zu dem positiven Gefühl bei.

Dies seien letztlich auch die Gründe, warum die benachbarten Dienststellen auch in Zukunft auf wechselseitige Hospitationen setzen, so Polizeisprecher Cassens. Nicht nur die Beamten, die sich wie bisher selbst um diese Möglichkeit beworben haben, profitieren von dieser Maßnahme. Eine enge Zusammenarbeit sei auch im Interesse der Polizei auf beiden Seiten der Landesgrenze. „Das funktioniert einfach besser, wenn man sich persönlich, aber auch die Strukturen der Nachbarn kennt“, resümiert Schröter.

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