Boxenstopp unterm Regenschirm

Schauerliche Wetterlage: Verkaufsoffener Autosonntag fällt nahezu ins Wasser

Da scheucht man keinen Hund vor die Tür: Nur wenige Hartgesottene schlenderten bei Dauerregen über die Automeile.
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Da scheucht man keinen Hund vor die Tür: Nur wenige Hartgesottene schlenderten bei Dauerregen über die Automeile.

Achim - Von Ingo Schmidt. Nach Rekordbesucherzahlen der zurückliegenden Jahre beim Achimer Boxenstopp fiel der Auto-Sonntag diesmal buchstäblich ins Wasser: Dauerregen von früh bis spät hielt viele Besucher fern, nur wenige Wetterfeste schlenderten mit Regenschirmen bewaffnet über die Automeile in der Fußgängerzone. Den angekündigten Flohmarkt suchte man vergeblich, und auch die eine oder andere geplante Kinderattraktion fehlte.

„Schade, schade, das Wetter spielt in diesem Jahr nicht mit“, haderte Rudi Knapp, Organisator und Ehrenvorsitzender der den Boxenstopp veranstaltenden Achimer Unternehmer-Gemeinschaft (Uga), mit der feuchten Witterung. „Aber die Autohäuser sind alle da und machen das Beste daraus.“

15 Aussteller präsentierten vom Gieschen-Kreisel bis zum Amtsgericht eine breite Fahrzeug-Vielfalt. Und wer trotz Regens einen Gang in die City wagte, fand neben Beratung und Information durch Fachleute aus der Branche auch Regenschutz in professionellen Messeständen und in Pavillons.

Der Unterstand von Birgit und Andree Tischler vom HWS Caravan Profi in Daverden hatte gleich mal die Räder drunter. Sie demonstrierten die Vorzüge teilintegrierter Wohnmobile oder Alkoven-Varianten als Einsteiger-Modelle für Urlauber, die gerne flexibel bleiben. Der besondere Vorteil: Bei Regen bieten Wohnmobile Regenschutz im Inneren oder unter der Außenmarkise. „Und wenn das Wetter gar zu schlecht wird, packt man einfach die Sachen zusammen und fährt der Sonne entgegen“, beschreibt Birgit Tischler die außerordentliche Freiheit der Caravanisten.

Das Autohaus Schmidt und Koch ermöglichte dazu passend Einblicke in den „Grand California“ mit komplettem Campingausbau als Nachfolger des C6 California. „Das neue Reisemobil, das erst Anfang des Jahres auf den Markt kam, ist auf Crafter-Basis aufgebaut und damit nochmals höher und breiter als der Reiseklassiker von Volkswagen“, erklärt Hagen Poetukat von der Niederlassung in Achim-Uesen. Auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit liegen Wohn- und Reisemobile im Trend, denn im Vergleich zu einer Flugreise gilt eine Tour im „rollenden Heim“ als die ökologischere Reiseform.

Hingucker: Ein Mercedes aus dem Jahr 1953.

Den Klima-Faktor hatten auch andere Aussteller im Blick: Allen voran das Autohaus Cloppenburg, das den BMW i3 als reines Elektrofahrzeug vorstellte und als zusätzliches Highlight die neuen 1er- und 3er-BMW, die erst seit zwei Tagen auf dem Markt erhältlich sind. Alle Modelle, bis auf die beiden letztgenannten, seien auch in der Hybridversion erhältlich, hieß es.

Überhaupt führten die Aussteller und Organisatoren das erfolgreiche Konzept der vergangenen Jahre fort und präsentierten ausschließlich Fahrzeuge und Neuheiten, die aktuell verfügbar sind. Stellvertretend fanden Interessierte beim Autohaus Eggers die gesamte Skoda-Palette und neuesten Audi-Modelle der vergangenen sechs Monate – vom sportlichen Allround Quattro bis zum vollelektrischen e-tron.

Unter der Rubrik „Seltene Stücke und Hingucker“ hatte der Uesener Kfz-Experte Jürgen Nachbar seine „halben Autos“ aufgestellt, und Mitglieder des Oldiclubs Altkreis Syke zeigten zwölf Gefährte vergangener Jahre. „Petrus ist heute leider kein Oldtimerfreund“, bemerkte Vorsitzender Horst Schweder, „aber wenn wir zusagen, dann kommen wir auch.“ Das älteste Exemplar: Ein Mercedes W20.187 aus dem Jahre 1953.

Wer sich ein paar trockene Momente verschaffen wollte, konnte ab 13 Uhr ganz bequem in einem der Innenstadtläden Zuflucht finden. Die Einzelhändler nahmen die ungünstige Wetterlage beim verkaufsoffenen Sonntag mit Humor: „Wir haben großartige Regenjacken im Angebot, für besonders schlechtes Wetter“, pries Jens-Uwe Buse, Inhaber von Enterprise, passende Highlights seiner Kollektion an, „oder auch sehr trendige warme Bekleidung für den Winter.“

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