Mitreißendes Katakomben-Konzert mit Pi Jacobs und Josh Harty

Bodenständiger Rock mit guten Geschichten

Pi Jacobs und Josh Harty sangen in Achims Musikkeller Katakomben auch einen gemeinsamen Country-Song. - Foto: Hemmen

Achim - Pi Jacobs, Liedermacherin aus San Francisco, erfährt ihre erste Berührung mit der Musik bei einer Autofahrt: „Meine Mutter hatte diesen riesigen alten Buick mit einem Lautsprecher unter der Heckscheibe. Immer wenn Carole King im Radio gespielt wurde, bin ich nach hinten gekrochen und legte meinen Kopf auf den Lautsprecher.“

Als Teenager singt sie in der Schule und entwickelt ihren persönlichen Musik-Stil den Sie „Americana Bluesy Rock Thing“ nennt. Nachdem Jacobs zahlreiche Songs geschrieben und aufgenommen und mit diversen Auftritten live erprobt hat, beginnen Tourneen in ganz Amerika und schließlich auch Europa. Als ausgebildete Rock-Gitarristin und Multi-Instrumentalistin hat sie ihre Soloshow um eine selbst entwickelte Percussionbox erweitert, die, wie sie sagt, erstmalig auf dieser Tour zum Einsatz kommt.

Pi Jacobs' Texte handeln von den üblichen Dingen wie Liebe, Unschuld, Geheimnisse und Sex, aber sie macht dazu ungewöhnliche Musik. Sie schreibt unvergessliche Melodien, die sie mit einer anmutigen Altstimme, frei von Schnörkeln, vorträgt. Diese Einfachheit gilt auch für ihre Texte. Neben Jacobs gekonntem Gitarrenspiel und ihrer Fähigkeiten als Multi-Instrumentalistin, bleibt ihr Gesang das stärkste Element beim ehrlichen, antreibenden und bodenständigen Rock, den sie an diesem Abend den Gästen im Musikkeller präsentierte.

Josh Harty, Liedermacher aus Fargo, North Dakota, ist ein Musiker in dritter Generation und Sohn eines kleinen Stadtpolizeichefs und Predigers. Während seiner Jugend sinnierte er oft darüber, ob er eines Tages im Gefängnis oder in der Hölle enden würde. Im Alter zwischen fünf und elf sang er Gospel und Country mit seinem Vater in fast jeder lutherischen Kirche und jedem Seniorenheim im Mittleren Westen. Als Zwölfjähriger hatte Harty bereits zwei Musikkassetten mit seinem Vater aufgenommen und erzielte einen Umsatz von 10.000 Exemplaren.

So richtig begann seine Kariere aber, als er in nur einer Woche neue Songs schrieb und probte. Er durfte sie im Vorprogramm für Blueslegende B.B. King spielen, was ihm stehende Ovationen und Zugabeaufforderungen aus dem Publikum bescherte. In Achims Musikkeller Katakomben gab er eine Kostprobe dieses Könnens. Josh Hartys Musik ist ein Muss für diejenigen, die die Tradition des ländlichen Blues und Folk lieben. Seine guten Geschichten, kombiniert mit handwerklicher Perfektion, begeisterten auch in Achim.

Die Musiker verabschiedeten sich mit einem gemeinsamen Country-Song und beendeten so einen äußerst interessanten Musikabend.

hem

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