Im Cato-Gymnasium

Achimer Singer/ Songwriter Till Simon stellt neues Album „Zeitweisen“ vor

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„Zeitweisen“ heißt das dritte Album von Till Simon, das er am 27. April in der Aula des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums vorstellen wird.

Achim - Von Lisa Duncan. Zweifel, Mut, Freiheit und Frieden heißen für Till Simon die Eckpunkte, mit denen er sich in seinem neuen Album beschäftigt hat. Der Achimer Singer/  Songwriter bringt mit „Zeitweisen“ seinen dritten Tonträger heraus – und stellt das Werk bei einem CD-Release-Konzert am Samstag, 27. April, in der Aula des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums vor. Der Vorverkauf ist bereits angelaufen. Wer sich also noch gute Plätze sichern will, sollte sich beeilen.

Einen „Zeitstempel“ trage jedes seiner Alben, erzählt Simon, der mit der gleichnamigen Music School in Achim seit langem eine musikpädagogische Institution ist, sich bezogen auf sein eigenes musikalisches Werk aber eher als „Spätzünder“ bezeichnet. „Von Innen nach Außen“ (2015) hieß sein Erstling, in dem er seine bis dato besten Songs vereinte und das den Beginn einer Liebesbeziehung markierte. „Karussell“ (2018) thematisierte das dann folgende Gefühlschaos, während „Zeitweisen“ politische und gesellschaftliche Themen aufgreift, „aber auch die Arbeit mit mir selbst“, sagt der Musiker. Dazu gehört folgende Erkenntnis: „Man muss keine Millionen ausgeben für eine Yacht. Im Jetzt reicht auch ein Ruderboot aus, um zufrieden zu sein.“

Till Simon sieht sich als jemand, der die Welt positiv betrachtet und nach vorn schaut – auch angesichts von Katastrophen. So beschreibt er im Song „Jeder Tag ist ein Geschenk“ seine Gedanken nach einem Terroranschlag. Als er davon vor Jahren in den Nachrichten hörte, verfasste er direkt ein Gedicht, das er nun mit Abstand zu einem Lied verarbeitet hat.

Wieder verpflichtete Simon den Produzenten und Arrangeur Peter Muller. Gemeinsam gehen sie nun erstmals über das reine Singer/Songwriter-Konzept hinaus. „Somit ist das neue Album wie eine musikalische Weltreise, auf der sich immer neue Klangwelten ergeben“, sagt Simon. Der Opener „Hallo Zweifel“ etwa sticht mit arabischen Klängen hervor. Das Video spürt diesem Stil mit farbenfrohen Bildern aus Marokko nach. Beim Publikum scheint das gut anzukommen: 14  000 Klicks bei Youtube brachte der auf einer Urlaubsreise in Fés und Chefchauoen gedrehte Film bereits. Es gibt weitere genreübergreifende Impulse: „Das neue Album klingt viel funkiger und souliger als die beiden davor, mit dabei ist aber auch die klassische Ballade“, erzählt Simon. „Oben“ ist zum Beispiel so ein romantischer Titel, „Warum?“ ein Protestsong, und „Schild“ übt Kritik an den Erwartungshaltungen der Gesellschaft.

Neben Peter Muller, der auch am Bass zu hören ist, konnte Simon weitere hochkäratige Musiker gewinnen. Allen voran Gitarrist Tim Cansfield, den sogar die Bee Gees, Ray Charles und Elton John bereits verpflichteten. Ein Glücksfall, dass er zu Simons weiterem Bekanntenkreis zählt und zusagte. Keyboarder Tobias Neumann ist auch kein Unbekannter: Er tourte unter anderem mit Stefan Gwildis und Annett Louisan. Schließlich ist da noch Drummer Kristof Hinz, der schon bei Dance-Ikone Mousse T und Jazz-Trompeter Till Brönner hinter dem Set saß. Beim Konzert in Achim kann das Publikum diese erlesene Besetzung (mit Ausnahme von Tobias Neumann) live erleben. Zudem wird Till Simon (Gesang und Gitarre) von Alex Kohrs (Keyboard), Elisabet Iserte Lopéz (Cello) und Anne Schröder (Background Vocals) unterstützt.

Erstmals präsentiert Simon seine Neuerscheinung nicht im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch), sondern in der weitläufigen Cato-Aula, die Platz für rund 500 Zuschauer bietet. Der Saal ist größer, „aber der Weg von der Bühne in den Zuschauerraum dafür auch eleganter“, freut sich Till Simon auf die Show. Zudem besitze der Konzertsaal einen ganz wesentlichen Vorzug: „Man sollte immer in die Ferne blicken können“, formuliert Simon. „Das ermöglicht den Blick über den Tellerrand.“

Vorverkauf

Karten für das Konzert am 27. April sind für 25,60 Euro (Einheitspreis) erhältlich beim Achimer Kreisblatt, Obernstraße 54, und bei Nordwest-Ticket.

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