Angebot läuft bis Ostern

Improtheater für Jugendliche in der Stadtbibliothek gestartet

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Welches Gerät stellen Jasmin, Gesa, Stina, Maili und Merlin (v.l.) per Impro-Standbild dar? Eine Kaffeemaschine – was sonst? 

Achim - Zungenbrecher haben die lästige Eigenschaft, dass man sich beim Versuch, sie richtig auszusprechen „verhaspelt“ – und so Gefahr läuft, dass man sich oder andere zum Lachen bringt. Da wird die „Wachsmaske“ zu „Was, Maxe?“ und der „Whiskymixer“ zum „Mixiwixer“.

Eine perfekte Aufwärmübung für das Improtheater, bei dem die Akteure auf Zuruf von Stichworten kleine Sketche improvisieren. Speziell für Jugendliche ab zwölf Jahren bietet Gesa Kaemena jetzt eine solche Improtheater-Gruppe an.

Bereits 2017 hatte die Verwaltungsmitarbeiterin in der Fachabteilung Kinder und Jugend eine Improtheater-Gruppe als offenes Angebot in der Stadtbibliothek geleitet. Doch die Idee schwelte schon länger: von ersten Erfahrungen im Schulfach „Darstellendes Spiel“ über einen Tagesworkshop für Anleiter und YouTube-Tutorials. „Es ist toll für die Jugendlichen, weil sie einerseits keinen Text üben müssen, andererseits im freien Spiel aus sich herauskommen. Sich blamieren können, das muss man auch lernen.“

Eine Vorführung sei erst mal nicht geplant. Da richtet sich Kaemena aber ganz nach den Wünschen der Gruppe.

Tatsächlich merkt man, wie die Siebt- bis Neuntklässler mit jeder weiteren Impro-Übung „auftauen“. In der nächsten Stufe des Zungenbrecher-Spiels muss nämlich jeder, der lacht, eine Runde laufen. Diese „Strafe“ scheint den Spaß aber noch zu steigern. Bei „Open Space“ laufen die Jugendlichen kreuz und quer durch den Raum und begrüßen sich auf unterschiedliche Arten. „Stellt euch vor, ihr trefft die Oma, die sich immer so stark parfümiert oder euren Schulleiter“, schlägt Kaemena vor, um der Fantasie der Teilnehmer auf die Sprünge zu helfen. Denn ohne Fantasie läuft beim Improtheater nichts.

Nicht ganz ohne Regeln

„Aber es gibt auch Regeln“, erklärt Kaemena. „Eine davon ist das Ja-Sagen.“ Heißt: Wenn jemand eine Geschichte beginnt, die der andere weitererzählen soll, nimmt er an, was der andere gesagt hat. Eine weitere: Keine Sachen unter der Gürtellinie, etwa Szenen, die auf der Toilette oder in der Sauna spielen. „Improtheater heißt nicht, auf-Teufel-komm-raus witzig zu sein, die Komik ergibt sich aus verschiedenem Denken“, sagt Gesa Kaemena. 

Oder auch daraus, wenn alle zufällig dieselben Dinge miteinander in Verbindung bringen. Im finalen Spiel soll jeder ein Wort sagen, sodass sich daraus eine Geschichte entspinnt. Fast automatisch bringen die Synapsen verschiedener Gehirne „Donald Trump“, „Atomkrieg“ und „dumm“ zusammen – und die Gruppe bricht in kollektives Gelächter aus.

Wer noch an dem Angebot teilnehmen möchte, das bis zu den Osterferien läuft, kann sich bei Gesa Kaemena unter Tel. 04202/9160355 erkundigen.

ldu

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