Neues Angebot für Verbraucher

Bio- und Naturkostladen eröffnet in Achim

Anja Hinkelmann-Hogrefe und ihr Mann Matthias im neuen Laden,
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Anja Hinkelmann-Hogrefe und ihr Mann Matthias wagen den Sprung in die berufliche Selbstständigkeit.

Achim – Bioware boomt in Zeiten des Corona-Lockdowns stärker als je zuvor, selbst Discounter räumen dafür immer mehr Regalfläche frei. Vielerorts gibt es längst spezialisierte Läden, die mit dem wachsenden Trend, sich gesund und gleichzeitig tierwohl- und umweltgerecht zu ernähren, Geschäfte machen. In Achim fehlte bisher solch ein stationärer Anbieter;

womöglich auch, weil viele Verbraucher, die Wert auf frisches, ökologisch erzeugtes Obst, Gemüse oder auch Fleisch aus der Region legen, mittwochs und samstags den Wochenmarkt besuchen. Aber das ändert sich nun. Anja Hinkelmann-Hogrefe eröffnet am Mittwoch, 10. März, einen Bio- und Naturkostladen mitten in der Stadt. „Klein aber Feinkost“, so der Name, liegt an der Heilbronnstraße 11, direkt neben der Marktpassage.

„Das Geschäft besteht aus einem individuellen und hochwertigen Sortiment“, sagt die Betreiberin. Das Angebot umfasse Obst, Gemüse, frische Kräuter, Gewürze, Essige, Öle, Trocken- und Feinkost sowie Brot, Brötchen, Kuchen und Kaffee. Die Ware beziehe sie über Direktvertreiber, Hofläden in der Gegend und Großhändler für Bioprodukte.

Hinkelmann-Hogrefe will aber mit mehr als „nur“ hervorragender Qualität und verbürgter Herkunft der Erzeugnisse locken. „Ich möchte meine Kunden gut beraten“, betont die 53-Jährige. „Die Leute sollen auch wissen, was sie einkaufen, wie die Lebensmittel hergestellt und verarbeitet wurden.“

Darüber hinaus wolle sie mit „Klein aber Feinkost“ eine Wohlfühloase am Rand der Fußgängerzone schaffen. In einem in den Laden integrierten „Mini-Bistro“ werde sie selbstgebackenen Kuchen, selbstgekochte Eintöpfe und Gemüsebrühen oder Fingerfood sowie frisch aufgebrühten Tee und Kaffee anbieten, erzählt Hinkelmann-Hogrefe. Vorerst sei wegen des Lockdowns nur ein Außer-Haus-Verkauf möglich. Sofern es die behördlichen Anordnungen und das Wetter zuließen, könnten Gäste Speis und Trank aber auch an Tischen draußen vor der Tür genießen.

Außerdem hat Anja Hinkelmann-Hogrefe vor, kleine, kostenpflichtige Workshops zu veranstalten. „Interessierte Kunden können da dann Dips, Brotaufstriche, Salatmarinaden und Soßen selbst herstellen“, informiert die gelernte Hauswirtschafterin und Bürokauffrau, die zuletzt als Verwaltungsleiterin in einem Achimer Seniorenheim arbeitete. Nun wolle sie zu ihren Wurzeln zurückkehren. Den „Hang zu guten und wertvollen Lebensmitteln“ hat sie nach eigenen Angaben in die Wiege gelegt bekommen, denn ihre Eltern hätten einen großen Garten bewirtschaftet, Marmelade gekocht, Gemüse eingeweckt, Kartoffeln und Äpfel geerntet und eingelagert. „Der Geschmack war in jeder Hinsicht Programm.“

Hinkelmann-Hogrefe, die bis heute in ihrer Freizeit gerne kreativ tätig ist, bevorzugt näht, gärtnert und kocht, hat das verinnerlicht. „Wegwerfprodukte und Fleisch aus Massentierhaltung waren mir schon immer zuwider“, bekennt die Mutter zweier erwachsener Töchter. Mit der Eröffnung des Ladens „erfülle ich mir den langersehnten Wunsch, auch für andere das Bedürfnis nach guten Lebensmitteln, selbstgemachten Dingen und Speisen zu befriedigen“.

Sigurd Wasmund vom Wirtschaftsbeirat der Stadt hat ihr dabei wesentlich geholfen. Als Existenzgründungsberater erarbeitete der frühere Unternehmer gemeinsam mit Hinkelmann-Hogrefe einen Businessplan und warb „Mittel für die Erstausstattung und den Geschäftsanlauf“ bei der N-Bank und der Arbeitsagentur ein.

Die Ex-Bremerin, die seit 2013 in Achim wohnt, wird bei ihrem Sprung in die berufliche Selbstständigkeit auch von ihrem Mann Matthias Hogrefe unterstützt. „Er hat die Arbeitsflächen, das Brot-, Obst- und Gemüseregal sowie den Kassenbereich in Eigenleistung gezimmert“, freut sich Anja Hinkelmann-Hogrefe. Auch beim Verkauf werde er ihr zur Seite stehen.

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