Bierdener Kitaleiterin Edith Rehling geht in den Ruhestand

Kinderlachen als tägliche Glücksmomente

Danken der langjährigen Kita-Leiterin Edith Rehling (M.) für ihre Arbeit: Brigitte Bertram, Geschäftsbereichsleitung Elementarpädagoigik, und Lebenshilfe-Geschäftsführerin Judith Hoffmann (r.).
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Danken der langjährigen Kita-Leiterin Edith Rehling (M.) für ihre Arbeit: Brigitte Bertram, Geschäftsbereichsleitung Elementarpädagoigik, und Lebenshilfe-Geschäftsführerin Judith Hoffmann (r.).

Bierden – Der 8. Dezember 2021 wird für Edith Rehling ein besonderer Tag werden. An diesem Morgen betritt die Leiterin der Kindertagesstätte Bierden zum letzten Mal ihr Büro. Nach 27 Jahren, in denen sie in verschiedenen Funktionen für die Lebenshilfe tätig war, geht die studierte Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin in den Ruhestand.

Bis dahin hat sie sich aber einer Mitteilung der Lebenshilfe Verden zufolge noch einiges vorgenommen: „Ich möchte noch einige Dinge abschließen und andere gut vorbereiten, damit meine Nachfolgerin einen guten Start hat.“ Überhaupt sei dieses letzte Jahr herausfordernd gewesen, sagt Rehling. „Herausforderungen gehören zwar zum Alltag einer Kita-Leitung, aber ich habe den Eindruck, dass in dieses letzte Jahr alles gepackt war, was ich bisher nicht hatte.“ Als Beispiele nennt sie, neben der allgegenwärtigen Herausforderung Corona, die Änderungen durch die Novellierung des niedersächsischen Kita-Gesetzes und die Implementation eines Schutzkonzeptes. Beides hätte enorme Auswirkungen auf den Kita-Alltag.

Überhaupt habe sich der Kita-Alltag stark verändert, führt Rehling weiter aus. „Die Kinder sind heute viel selbstbewusster geworden und fordern ihre Bedürfnisse durchaus auch stärker ein. Auch die Fragen, mit denen sich Kinder heute auseinandersetzen – müssen, sind ganz andere. Die kindliche Neugierde auf die Welt ist aber unverändert hoch“, betont Rehling. Dieses Spannungsfeld zwischen gestiegenen Anforderungen, großen Gruppen und dem Anspruch, jedes Kind in seiner Individualität zu fördern, sei neben der Bezahlung eine der größten Herausforderungen im Erzieherberuf. Hinzu komme noch etwas anderes: die geringe gesellschaftliche Anerkennung des Berufsstandes. „Man vertraut uns das wertvollste Gut an, was diese Gesellschaft hat, und betont immer wieder die Wertschätzung, doch dazu passen die Rahmenbedingungen dann einfach nicht.“ Doch während ihr die Politik und die Rahmenbedingungen des Erzieher-Alltags manchmal Kopfzerbrechen bereiten, hat sie gleich das „Therapeutikum“ dabei. „Eine Begrüßung von einem lachenden Kind, das meinen Namen ruft oder das Winken der Kinder vor meinem Fenster zum Abschied. Das sind meine täglichen Glücksmomente.“ Doch solche Momente entstehen nur auf dem soliden Fundament eines guten Teams. „Einen besonderen Dank möchte ich noch an mein Team aussprechen, das mich in all den Jahren tatkräftig unterstützt hat, egal welche Herausforderungen der Alltag in der Kita auch bereithielt. Eine gute Arbeit als Einrichtungsleitung zu gewährleisten, geht nur mit einem herausragenden Team und das hatte ich.“

In ihrem neuen Lebensabschnitt freut sich Edith Rehling darauf, mehr Zeit für künstlerische Aktivitäten zu haben, viel mehr Zeit mit der Familie zu verbringen und Oma sein zu können. Eines wird sie aber ganz bestimmt vermissen: „Besonders berührt hat mich immer das Ständchen der Kinder zu meinem Geburtstag. Diese kleinen Momente haben mir immer gezeigt, dass ich auch als Leitung noch einen Platz im Alltag der Kinder hatte.“

Es wird bestimmt auch am 8. Dezember ein Ständchen gesungen werden, sofern es die Umstände zulassen.

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