Zweikämpfe kurz und intensiv – Schwalben verpönt

Zwölf Teams treten beim Human Table Soccer in Bierden an

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Die Hände in Schlaufen, die Füße schnell: Beim Menschenkicker zeigten die zwölf Teams ausgefeilte Techniken. 

Achim - Von Bernd Hägermann. Die taktischen Möglichkeiten beim Human Table Soccer sind begrenzt, die Begeisterung der Akteure für die Sache war es am Samstag auf dem Sportgelände des veranstaltenden TSV Bierden nicht. Zwar waren die Kicker während der Dauer des Matches mit Handschlaufen an Stangen befestigt und damit in ihren Aktionen eingeschränkt, doch hielt sie der Spaß am Spiel und die Aussicht auf den „Bahncup“, der zum zweiten Mal vergeben wurde, bei bester Laune. Im Vorjahr hatte „Teig & Zeug“ triumphiert.

Gemeldet hatten zwölf Teams. Einfallsreich zeigten die Mannschaften sich nicht nur auf einem Platz, wo sie jede Menge Sand aufwirbelten, sondern auch bei der Namensgebung: Bayern, BVB oder Werder sind für barfüßige Kicker im Freizeitlook nicht die besten Adressen. Vielmehr sind es Torpedo Bollen, Cosmos Bullenschluck, die Beerbomber, Pressschlag.de, Dynamo Tresen, der AS Tralkörper oder ganz einfach The Incredibles, ein Zusammenschluss wurfgewaltiger Handballer, die auch mit dem Fuß treffen können.

Doch der Teamname kann mehr oder minder originell gewählt sein, wenn im Tor kein überdurchschnittlicher Keeper steht, ist ein Turniererfolg so gut wie ausgeschlossen. Denn der Stangenfußballer kennt nur den direkten Weg zum Tor. Mit Ballgeschiebe will er sich und das Publikum nicht langweilen. Deshalb flogen die Bälle im Sekundentakt Richtung Kasten. Die Zweikämpfe davor waren kurz und intensiv, Schwalben verpönt. Über die Fairness in Bierden wachte Schiri Horst.

Gut behütet: Sowohl Teilnehmerinnen als auch Zuschauer hatten trotz der Hitze ihren Spaß.

Das Anforderungsprofil für Torhüter beim Tischfussball-XXL auf sandigem Grund ist griffig: blitzschnelle Reaktionen und beherztes Eingreifen. Dazu kam am Samstag ein notwendiges Maß an Hitzebeständigkeit. Mit einem derartigen Rückhalt kam der Pott für jedes Team in Reichweite. Die taktische Formation hatte darauf weniger Einfluss. Sie war immer dieselbe: 1-3-2.

Natürlich hatte das Organisationsteam um Olaf Blöthe auch für die Versorgung der Sportler mit Essen und Getränken gesorgt. Zur Begrüßung der Teilnehmer frohlockte Blöthe: „Diesmal kommen wir trocken durchs Turnier.“ Gemeint war das Wetter, bei der Veranstaltung im Vorjahr regnerisch, nicht der Getränkekonsum. Der stieg bei der abendlichen Party noch einmal deutlich an. Auch beim Turniersieger The Incredibles, der sich im Endspiel gegen Torpedo Bollen durchsetzte. Den dritten Platz belegte Pressschlag.de.

Einen Sonderpreis für die augenfälligste Kostümierung erhielt das Team Grob Durchwischen.

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