Gutachten zu „Ueser Kreuzung und Amazon“

Amazon - und dann? Verbesserte Spuren und Ampeln für Ueser Kreuzung

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Die Ueser Kreuzung. Kann sie auch noch den Amazon-Verkehr verkraften?

Achim - Von Manfred Brodt. Das neueste Verkehrsgutachten zur Ueser Landesstraßen-Kreuzung heute und nach einem möglichen Amazon-Logistikzentrum im Uesener Feld liegt nun vor.

Die gemeinsame Gesellschaft von Stadt und Kreissparkasse zur Vermarktung und Erschließung gewerblicher Grundstücke, EVG, hatte es bei der PGT Umwelt und Verkehr aus Hannover in Auftrag gegeben, nachdem das Landesstraßenbauamt bei der möglichen Ansiedlung von Amazon in Achim-Ost auch eine nähere Betrachtung dieser Ueser Kreuzung mit den Landesstraßen Verden-Bremen und Thedinghausen-Bassen gewünscht hatte.

Dipl. Ingenieur Heinz Mazur kommt in der Untersuchung zu der wenig überraschenden Feststellung, dass die Uesener Kreuzung mit nicht ausreichenden Links- und Rechtsabbiegespuren besonders in Morgen- und Feierabendstunden bei den hohen Verkehrsaufkommen überlastet sei mit Staus in allen Richtungen.

Der Gutachter geht in seiner Prognose bis 2030 von einer allgemeinen Verkehrszunahme von fünf Prozent aus und bei einem Amazon-Logistikzentrum in Spitzenzeiten bei Schichtwechsel um 15 Uhr zwischen 14 und 15 Uhr sowie zwischen 15 und 16 Uhr von jeweils zusätzlich fahrenden 750 Autos und 80 Lastern zum und vom Firmengelände. Die Prognose rechnet für die Obernstraße, Brückenstraße, Verdener Straße, Uesener Feldstraße im Zeitraum von 14 bis 18 Uhr mit 327 zusätzlichen Fahrten, die durch Amazon hervorgerufen würden. 312 Autofahrten, 15 Lastertouren. Ein Großteil des Verkehrs geht ja auf die Autobahn.

9800 statt 8100 Fahrzeuge auf Ueser Kreuzung

Für die Ueser Kreuzung würde das bedeuten, dass in den vier Nachmittagsstunden etwa 9800 statt 8100 Fahrzeuge sie passieren.

Der Gutachter hält das für verkraftbar und machbar, wenn die Ampelnschaltungen und die Kreuzung optimiert würden.

Das heißt: Die Ampelschaltung soll motorisierten Verkehr mit Radfahrern und Fußgängern besser aufeinander abstimmen. Die freien Rechtsabbiegespuren sollten beseitigt werden. Linksabbieger sollten bei Grün gesichert ohne Gefährdung durch Gegenverkehr zügig fahren können. Dadurch soll die Kreuzung schneller geräumt, Blockaden und Staus sollen eher vermieden werden, Der Abstand der Haltelinien an der Kreuzung soll von 53 auf 42 Meter verringert werden.

Einem Kreisel, mit oder ohne „Bypass“, erteilt Mazur eine Absage, weil der dem hohen Verkehrsaufkommen nicht gewachsen wäre.

Experte: Umbau unvermeidlich

Im Übrigen hatte das Landesstraßenbauamt schon vor Jahren ausgeführt, dass für einen großen Kreisel dort Geschäftshäuser abgerissen werden müssten.

Der Ingenieur empfiehlt, zunächst die Ampeln besser zu schalten und dann die Kreuzung umzubauen.

„Als Fazit kann nur mit den Umbaumaßnahmen des ampelgegelten Knotens eine angemessene Qualität erreicht werden“, steht in dem Papier..

Die neue Analyse wird in der öffentlichen Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Stadtplanung, Umwelt und Verkehr am Dienstag, 13. Februar, ab 17 Uhr im Ratssaal vorgestellt und diskutiert werden.

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