Besonderer Zuwachs in Baden

Schülerzahlen werden weiter steigen

Achim - In den Wochen vor den großen, längst überfälligen Veränderungen in der Achimer Schullandschaft haben sich die Achimer Stadtverwaltung und der Schulausschuss in seiner Sitzung am Montag mit vielen Statistiken zu Schülern und Schulen befasst, die gar nicht so trocken sind, wie es bei Zahlenmaterial oft üblich ist.

Die Stadtverwaltung hatte ausführlich auf etliche Anfragen der SPD geantwortet. So wird bestätigt, dass die Eltern für ihre Kinder oft höhere Schulen wünschen als es die Pädagogen empfehlen. So wünschten in den letzten beiden Schuljahren 50 beziehungsweise 45 Prozent der Achimer Eltern, dass ihr Kind auf das Gymnasium geht, obwohl das nur in 42 beziehungsweise 39 Prozent der Fälle empfohlen worden war. Bei der Realschule und Hauptschule ist es umgekehrt. 33 Prozent der Elternwünsche für die Realschule standen Empfehlungen der Grundschulen für 43 Prozent der Schüler gegenüber. 14 Prozent der Schüler sollten nach Pädagogenmeinung auf die Hauptschule, doch nur 6 Prozent der Eltern folgten dem. Etwa neun Prozent der Achimer Eltern streben für ihre Kinder die Integrierte Gesamtschule in Oyten, drei Prozent eine umliegende Oberschule an.

So folgen in späteren Schuljahren Ab-, aber auch Aufstiege der Schüler. 25 Pennäler wechselten so zum Schuljahr 2015/16 vom Gymnasium auf die Achimer Realschule. Von der Realschule wanderten acht zur Hauptschule, aber auch vier auf‘s Gymnasium.

Ein Hauptschüler schaffte den Aufstieg zur Realschule. Die Statistik kann nicht weitergeführt werden, da nun die Schullaufbahnempfehlungen der Grundschulen von der Landesregierung abgeschafft worden sind.

Die Nachfrage nach den einzelnen Achimer Schulen ist sehr unterschiedlich, wobei die Stadt Achim über die nach wie vor sehr gefragten zwei Achimer Gymnasien keine genaueren Auskünfte geben kann, da hier der Kreis Schulträger ist.

Für die Realschule waren zum neuen Schuljahr 118 Schüler, für die Hauptschule nur 16 Schüler angemeldet. Im Ausbluten der Hauptschule liegt so auch der Hauptgrund für die angestrebte Schulreform.

Insgesamt besuchen zur Zeit noch 710 Schüler die Realschule, während zur Hauptschule nur 217 gehen. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass im Rahmen der Inklusion an die Hauptschule gekommene Schüler doppelt zählen.

Flüchtlingskinder sind vor allem von der Liesel-Anspacher-Hauptschule (34) und von der Astrid-Lindgren-Grundschule Schule (20) aufgenommen worden. Ansonsten zählte man vor einer Woche nur noch in Bierden und Uphusen je ein Flüchtlingskind.

Interessant ist, dass nach der Prognose der Stadtverwaltung die Schülerzahlen an Achims Grundschulen in Achim bis 2020/21 sogar steigen werden von 1107 auf geschätzte 1163.

Während es an den meisten Grundschulen leichte Rückgänge geben wird, soll es in Uesen eine leichte und in Baden eine starke Zunahmen um 70 Schüler geben, weshalb man dort dann mit 13 statt heute elf Klassen rechnet.

Die neuen Baugebiete dort lassen grüßen.

mb

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