Klagen über Nichtbeachten des Durchfahrtsverbots

Beliebter Schleichweg beim Bierdener Klärwerk: Anlieger sauer

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Wenig beachtet wird laut Anwohnern das Durchfahrtsverbot an der Straße hinter dem Bierdener Klärwerk am Deich entlang nach Uphusen – eine beliebte Schleichstrecke.

Bierden - Wenn es auf der großen Landesstraße wegen Staus mal wieder kaum vorangeht, nutzen kundige Autofahrer gern die Ausweichstrecke durch die Marsch und hinter dem Klärwerk vorbei am Deich entlang bis Bierden und Achim – oder in umgekehrter Richtung. Dass hier nur landwirtschaftliche Fahrzeuge und Radfahrer unterwegs sein dürfen, stört dann kaum.

Anwohner und speziell die Landwirte beschweren sich jedoch über zu viele Autofahrer auf den für diese verbotenen, zwar befestigten, aber ziemlich schmalen landwirtschaftlichen Wegen. Da muss oft mit Traktoren oder anderem schweren Gerät in den Seitenraum ausgewichen werden, was so manchen Schaden anrichtet.

Ingo Müller (FDP) hatte das Thema auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Bierdener Ortsausschusses gebracht. Er setzte sich dort dafür ein, den Trend zum zunehmenden „Querverkehr“ in der gern auch zur Naherholung genutzten Feldmark zu stoppen. Camper aus Bollen seien hier ebenfalls unerlaubt unterwegs, ergänzte er.

Hinter diesem Holzhäuschen an der gleichen Straße könnte sich die Polizei verstecken, unerlaubt Durchfahrende stoppen und dann eventuell zur Kasse bitten, findet Bürgermeister Rainer Ditzfeld.

Bürgermeister Rainer Ditzfeld schlug vor, „unsere Politessen“ einzusetzen. Auch die Polizei könnte das Durchfahrtverbot regelmäßig kontrollieren und bei Verstößen eben „Bons“ schreiben. Zum Segway-Fahren seien die Wege wegen des Belags aus gebrochenen Betonplatten ebenfalls ungeeignet, befand Annameta Rippich (CDU).

Walter Rau (SPD), Vorgänger des jetzigen Bierdener Ortsausschussvorsitzenden Michael Pahl, wies noch auf ein anderes Problem hin: Riesige Gülletransporter, die „die Marsch kaputtfahren“ und unter anderem aus Vechta und sogar den Niederlanden kommen, um ihre Last in Bierden loszuwerden.

Es gebe heutzutage keine kleinen Güllewagen mehr, und die Gülle müsse nun mal irgendwo auf Feldern ausgebracht sowie „der Weizen mit versorgt werden“, entgegnete darauf Landwirt und Christdemokrat Marco Vagt.

Die betonierten schmalen Straßen gehörten größtenteils den Bodenverbänden der Anlieger – nicht etwa der Stadt Achim, betonte er - la

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