Schulen und Kindergärten bleiben in Achim auch 2022 Thema

Bekommt IGS Oberstufe? Kita-Plätze für alle?

Das neue Lernhaus (links) für die IGS steht und soll möglichst zum Beginn des neuen Schulhalbjahres im Februar in Betrieb gehen.
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Das neue Lernhaus (links) für die IGS steht und soll möglichst zum Beginn des neuen Schulhalbjahres im Februar in Betrieb gehen.

Achim – Die Hauptschule und die Realschule in Achim werden im Sommer Geschichte sein. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) wird dann komplett an ihre Stelle treten und nach den großen Ferien auch über den jetzt noch fehlenden zehnten Jahrgang verfügen. Vorher, wahrscheinlich im Frühjahr, erfolgen für die 2017 gegründete Schule entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft.

„Das Verpflegungskonzept für die IGS soll im April stehen“, informierte Katja Luschei, Leiterin des städtischen Fachbereichs für Bildung, Soziales und Kultur, beim Jahrespressegespräch im Rathaus. Während die geplante große Mensa bisher nur auf dem Papier oder in digitaler Form existiert, ist das nahe der Bahnstrecke am Rand des Schulhofs errichtete Lernhaus so gut wie fertig. Mit dem Start des Unterrichts dort rechnet Luschei für Februar oder März. Und voraussichtlich ebenfalls im Spätwinter oder im frühen Frühling werde das niedersächsische Kultusministerium darüber entscheiden, ob an der IGS Achim, wie von der Stadt gewünscht, eine Oberstufe eingerichtet wird.

An allen Grundschulen schreibe das Land von 2027 an Ganztagsbetrieb vor. „Dafür sind an einigen Gebäuden noch bauliche Änderungen nötig“, teilte Luschei mit. Zunächst solle die GS Bierden für den genannten Zweck erweitert werden. Im Zuge des „Arbeitsprozesses“, an sämtlichen sechs Grundschulen in Achim den „Ganztag“ einzuführen, werde die Stadt auch prüfen, ob das Uesener Hortmodell auf andere Standorte übertragbar sei, kündigte die Fachbereichsleiterin an.

Darüber hinaus will die Kommune die Digitalisierung der in ihrer Trägerschaft stehenden Lernstätten vorantreiben. „Zunächst müssen vielfach noch Anschlüsse gelegt werden“, sagte Luschei. Was dauern werde. „Das geht nur in den Ferien, und es müssen genügend E-Planer vorhanden sein.“

Entspannen dürfte sich die Situation für die Eltern von kleinen Kindern, die in den vergangenen Jahren mitunter vergeblich nach einem Betreuungs- und Förderangebot für ihren Nachwuchs in Achim suchten. Im Februar werde die Kita der Johanniter an der Uphusener Dorfstraße ihren Betrieb aufnehmen, berichtete Luschei. Vier Gruppen für Drei- bis Sechsjährige und eine Krippengruppe sind dort vorgesehen. Eine weitere Kita mit insgesamt vier Gruppen wolle die Arbeiterwohlfahrt Ende des kommenden Jahres im Magdeburger Viertel eröffnen.

„Wir können dann endlich allen Eltern Betreuungsplätze anbieten“, frohlockte Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Die Versorgungsquote im Kita-Bereich steige von jetzt 91,8 auf 99,8 Prozent“, unterstrich Katja Luschei.

Die Kindertagesstätte an der Uphusener Dorfstraße ist ebenfalls nahezu fertiggestellt. Die ersten Kinder sollen dort im Februar einziehen.

Auch zeitlich werde die Stadt das Angebot den Bedarfen der Eltern anpassen, fügte die Fachbereichsleiterin hinzu. Die Betreuung am Vormittag solle künftig nicht mehr schon um 12 Uhr enden, sondern mindestens eine Stunde länger dauern. „Im Gegenzug fahren wir die kaum noch gefragten Nachmittagsgruppen zurück.“

Und Achim wolle dem einst gewählten Anspruch, eine familienfreundliche Stadt zu sein, auch noch in anderer Weise schon bald wieder gerecht werden, kündigte Ditzfeld an.

Die früher verpönten großen Gruppen mit 25 Kindern, die aufgrund des Zuzugs von vielen Familien und daraus resultierenden Betreuungsengpässen von Baden bis Uphusen entstanden, sollen so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören. „Wir wollen in den nächsten Jahren den Betreuungsschlüssel wieder in Richtung 22 Kinder verbessern“, sagte der Bürgermeister.

Allerdings müsste dafür auch das nötige Personal zur Verfügung stehen. Die Situation hat sich laut Luschei zwar gebessert, einige offene Stellen habe die Stadt in jüngster Zeit in den Einrichtungen besetzen können. „Acht, neun Fachkräfte fehlen aber noch.“

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