Kriminalstatistik 2016

Beim Einbruch bleibt es immer öfter beim Versuch

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Beim „Tag des Einbruchschutzes“ am 30. Oktober in der Realschule bekamen die Besucher eindrucksvoll vor Augen geführt, dass zum Beispiel hochwertiges, mehrschichtiges Glas bei Fenstern und Türen ein Bollwerk gegen rohe Gewalt bilden kann.

Achim - Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Achim 2016 im Vergleich zum Vorjahr zwar noch mal leicht gestiegen, aber die Täter scheiterten öfter bei ihrem Vorhaben. Unter den von der Polizei aufgenommenen 186 Taten sind 44 „Versuche“ registriert.

Zahlen aus der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr, die Thorsten Strier, Chef des Polizeikommissariats Achim, in der Sitzung des Präventionsrates am Donnerstagabend präsentierte.

Die Bevölkerung sichere ihre Wohnungen zunehmend stärker gegen Einbrecher ab. Und auch aufmerksame Nachbarn zahlten sich aus, erläuterte Strier. Die Aufklärungsarbeit, die sich nicht zuletzt der Achimer Präventionsrat zum Ziel gesetzt habe, trage offenbar Früchte.

Zudem führe die Polizeiinspektion Verden/Osterholz inzwischen einen „zentralen Kampf gegen Einbrecher“. Auch Beamte aus Achim und Osterholz-Scharmbeck gehörten zu der achtköpfigen Ermittlergruppe, die in Verden gebildet worden sei und mit ihrer höheren „Schlagkraft“ den vielfach „reisenden Tätern“ im Umfeld der nahen Großstadt besser begegnen könne. 

Enge Zusammenarbeit mit Bremer Kollegen

Polizeioberrat Thorsten Strier referierte im Präventionsrat.

Natürlich gebe es eine enge Zusammenarbeit mit der Bremer Polizei. Dazu zählten auch gemeinsame Großkontrollen auf Landesstraßen, bei denen die Fahrzeuge und deren Insassen gezielt nach verdächtigem „Werkzeug“ oder Beute durchsucht würden.

Darüber hinaus hätten zahlreiche Besucher bei dem von der Polizei in Kooperation mit örtlichen Handwerksbetrieben veranstalteten „Tag des Einbruchschutzes“ am 30. Oktober in der Achimer Realschule wertvolle Tipps mit nach Hause genommen. Für erfolgversprechend hält Strier auch die Aktion „wachsamer Nachbar“. Mit Hilfe eines Zeugen sei es der Soko „Geldschrank“ im Juni vergangenen Jahres gelungen, eine siebenköpfige Band hinter Gittern zu bringen.

Zahl der Straftaten rückläufig

Die Zahl der Straftaten in Achim ist nach Angaben von Polizeioberrat Strier insgesamt rückläufig. Wurden 2012 noch 5106 notiert, weist die Bilanz für 2016 4054 Vergehen aus. Die Aufklärungsquote gab der Kommissariatsleiter mit 58 Prozent an.

Am häufigsten tauchen in der Statistik Diebstähle (802) auf. Aber auch Körperverletzung, Raub, Vermögens- und Betrugsdelikte sowie Sachbeschädigungen liegen jeweils im dreistelligen Bereich. Nicht überall ist ein Rückgang zu verzeichnen. Die 153 registrierten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bezeichnete Strier als „Spitzenwert seit 2010“. Überdies seien der Polizei zehn Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung im Stadtgebiet gemeldet worden.

Die Zahl der Opfer ist nach seinen Angaben von 341 im Jahr 2015 auf 289 gesunken. Knapp die Hälfte der 871 Tatverdächtigen komme aus Achim. 714 Erwachsene, 100 Heranwachsende (18 bis 21 Jahre), 49 Jugendliche und 8 Kinder listete der Vortragende im Einzelnen auf. „Die Zahl der minderjährigen Täter liegt so niedrig wie seit 2010 nicht mehr“, freute sich Strier. Präventions- und Sanktionsmaßnahmen von Polizei, Schulen, Eltern, Streetworkern und anderen Akteuren hätten offenbar gegriffen.

„Das Straftatenaufkommen durch Flüchtlinge hat sich 2016 in einem absolut unauffälligen Rahmen gehalten“, merkte Achims oberster Polizist noch an. Auseinandersetzungen habe es zumeist untereinander in engen Unterkünften gegeben.

mm

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