Beim 60. Bierdener Karneval schwappt der Frohsinn durch die Reihen

Jecken werfen sich toll in Jubiläumsschale

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Das meist kostümierte Publikum im Saal ging begeistert mit.

Bierden - Die närrische Party am Samstagabend im Bierdener Gasthaus Meyer lockte im Vergleich zum Vorjahr wesentlich mehr Jecken, die nicht nur auf gute Laune und ein paar vergnügliche Stunden erpicht waren, sondern meistens auch originell verkleidet. Immerhin war diese Party nicht irgendeine.

Der Karneval in Bierden feierte nämlich Jubiläum. Bereits zum 60. Mal schwappte der Frohsinn von der Bühne herab durch Stuhl- und Tischreihen und von dort später auf die Tanzfläche. Wenn alles ein Ende hat, bekanntlich hat nur die Wurst zwei, dann diesmal in Bierden ein sehr spätes. Bis zum Schluss blieben natürlich auch ihre närrischen Majestäten. In diesem Jahr gaben sich Daniela II. und Lars I. die Ehre. Ihr Einzug samt Prinzengarde war musikalisch untermalt und heftig umjubelt. Der karnevalistische Glanz gab der tanzenden Garde Gelegenheit, erste Kostproben ihres Könnens zu zeigen. Auf der Bühne wurden Beine geschwungen und vom Prunkpaar Verse geschmiedet. Ein erstes Helau und der Auftritt von Manny Zupke, der durchs Programm führte und einige Witze auf Lager hatte. Für die Musik sorgte die Band „Promise“.

Diese Kombination war ganz nach dem Geschmack der Bierdener Narren. Die hatten bei der Kostümauswahl richtig Aufwand betrieben. Im großen Saal tummelten sich Ärzte, Punks, Untote, sehr lebendige Kreaturen, Comicfiguren, Rasta-Lockenträger, Indianer, Cowboys, Ölmagnaten, Flugkapitäne, Jung-Bajuwaren in Karohemd und Lederhose sowie Polizisten und Ganoven im friedlichen karnevalistischen Nebeneinander.

Nach dem Einmarsch und dem Tanz der Prinzengarde war „Zumba“ angesagt. Klingt südamerikanisch sportlich und war es auch. Zunächst fegte die Truppe um Anke Beier durch die Reihen, um dann die gesamte Bühnenfläche für ihr tänzerisch-gymnastisches Feuerwerk zu nutzen. Nach dem Auftritt gab es für die Akteure ein Gläschen Sekt und von Manny Zupke Lobeshymnen.

Die galten nicht weniger „Déjà vú“. Die gemischte Riege um Inga Wanicek, Isabelle Bonheur und Rieke Bohling verzückte das Publikum mit einer ausgefeilten Choreografie und temperamentvollen Passagen, die zum Nachahmen animierten und gleich dutzendfach von Handy-Kameras festgehalten wurden.

Karneval in Bierden

Nach der Ehrung des besten Kostüms gab es den Programmpunkt, ohne den der Bierdener Karneval kaum denkbar ist. Das Besenballett wurde seinem Ruf als Klamauk-Truppe gerecht, ohne dabei die tänzerischen Ambitionen zu vernachlässigen. Zum Abschluss ließen sich alle Mitwirkenden des 60. Bierdener Karnevals vom Publikum gebührend feiern. Danach war nur noch Party.

häg

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