Ausstellung von Friedrich „Shorty“ Frerichs eröffnet morgen in Bierdener Zahnarztpraxis

Mit Beharrlichkeit zum Erfolg

Wie Farben die Raumatmosphäre verändern, zeigen „Shortys“ monochrome Arbeiten.

Achim - Von Bernd Hägermann. Das typische Blau von Yves Klein ist weltbekannt, das des Achimer Künstlers Friedrich „Shorty“ Frerichs weniger. Allerdings korrespondiert es derzeit mit dem Blau der Behandlungsstühle in der Zahnarztpraxis Dr. Anna Möllenberg und Hanna  Baeßmann-Bischoff am Steinweg 46 in Bierden. Dort wird am Freitag um 18 Uhr die Ausstellung mit Werken von Frerichs eröffnet. Die Laudatio hält Jürgen Bodo Scholz.

Der Ottersberger Kunstpreisträger von 2010 ist dafür bekannt, bei seinen Reden nicht alle Winkel der Kunstgeschichte auszuleuchten, sondern dafür, das Interesse an den jeweiligen Bildern zu wecken – ebenso wie für den Menschen, der diese Bilder gemalt hat. Dabei sind die persönlichen Anmerkungen von Scholz häufig wirkungsvoller als hochtrabende Deutungsversuche.

Friedrich Frerichs ist nicht allerorten als „Shorty“ bekannt, weil es ihm an Körpergröße mangelt. Vielmehr geht der Spitzname zurück auf seine Jugend, als er Dixieland in einer Band spielte und beharrlich darauf bestand, das Stück „Shorty Needs A Mademoiselle“ ins Repertoire aufzunehmen. Mit seiner Beharrlichkeit hatte der gebürtige Bremer, der seit 40 Jahren in Achim lebt, Erfolg.

Mit der Malerei begonnen hatte Frerichs vor etwa zwei Jahrzehnten. Das Interesse an der Kunst allerdings besteht bei ihm schon viel länger: „Ich habe von meinem Vater mal ein Bild von Hans am Ende geschenkt bekommen.“ Seitdem betätigte Frerichs sich als Sammler, knüpfte Kontakte und schloss Freundschaften. Auch zu Jürgen Bodo Scholz, der in Ottersberg ein Geschäft für Künstlerbedarf betreibt.

In der Bierdener Ausstellung sind insgesamt 18 Bilder zu sehen. Es sind Collagen, in denen zum Beispiel die seriellen Motive Andy Warhols – mit Konterfeis von Marilyn Monroe bis Joseph Beuys – bei Frerichs zu einem Bildelement von vielen werden. Im Kontrast dazu stehen seine monochromen Arbeiten, die vordergründig mit ihrem Blau bannen, aber hintergründig das nähere Umfeld gelb beleuchten und damit die Raumatmosphäre verändern. Als Trägermaterial dienen Frerichs hochwertige Spanplatten. Nach der Eröffnung am Freitag wird die Ausstellung noch einige Wochen in der Praxis am Steinweg 46 zu sehen sein.

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