Von den Beatles bis zu Abba

„Sunny side up“ und „Just friends“ mischen das Kasch auf

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Der Bremer Chor „Just friends“ hatten Songs von Bob Dylan und Joni Mitchell im Gepäck. 

Achim - Von Bernd Hägermann. Beim vokalen Doppelkonzert Freitagabend im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) an der Bergstraße warben die Ensembles um interessierte Sängerinnen und Sänger: „Wir brauchen Verstärkung in allen Stimmlagen“, sagte Peter Henninger, Leiter von „Sunny side up“, ans Publikum gewandt. „Wir auch“, kam es daraufhin von „Just friends“, die das Doppelkonzert im Blauen Saal eröffneten.

Gegründet wurde der Bremer Chor mit der Vorliebe für Pop und Jazz 1995. Sein Leiter ist Andreas Huisgen, das Repertoire breit gefächert. Ein Stück von Quincey Jones wurde ebenso intoniert wie eines von Joni Mitchell, dem, wie so häufig, die Fallstricke der Liebe zu schaffen machten. Weiter im Programm von „Just friends“: „Beyond the Sea“ über die Weite des Meeres und den Kompass im Herzen, Bob Dylan oder eine Komposition des Pianisten Bill Evans. Mit „Skyfall“ wurde James Bond, dem Agenten ihrer Majestät, gehuldigt, mit „Journey to Brasil“ dem Lebensgefühl am Zuckerhut, wo die Leichtigkeit des Seins und der Samba allgegenwärtig scheinen, während am Strand Wellen und Herzen brechen.

„Sunny side up“ ist seit Jahren der Hauschor des Kasch und damit fester Bestandteil von Veranstaltungen. Dabei nutzt der Chor sein Heimrecht für Auftritte, um sich musikalisch vielfältig zu präsentieren. 2001 gegründet, hat das Ensemble ein Faible für Pop, Jazz, Musical, Schlager und einige Liedermacher. Musikalisches Ziel ist es immer, Altbekanntes frisch und unverbraucht klingen zu lassen.

Dafür taugen die Beatles und Abba, aber auch die Kompositionen eines Martin Carbow. Ältere erinnern sich gerne an den Sommer 1976. Der war heiß. Unter anderem deshalb, weil „drei Kerle aus England“, die sich Sailor nannten, mit „Girls, Girls, Girls“ einen Hit landeten und „Katrina & The Waves“ gleichzeitig für „Walking on Sunshine“ warben. Bei beiden Titel ergab sich häufig dieselbe Frage: „Willst Du mit mit gehen?“. Antwort darauf wussten zumeist Daliah Lavi und Nena.

Die Bühnendekoration von „Sunny side up“ war den gegenwärtigen Temperaturen geschuldet – Sonnenschirm, Liegestuhl, Flip Flops. Der Chor, der in dunkleren Monaten für seine Auftritte einheitliches Schwarz bevorzugt, hatte diesmal farbenfrohe Kleidung gewählt.

Nur die etwas mehr als halbstündige Pause zwischen den beiden Konzerten wollte so gar nicht zur durchaus flotten Stimmung des Abends passen.

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