Herbert Kempa aus Baden veröffentlicht neues Buch „Dreimal Afrika und zurück“

Vom „Bazillus Afrika“ befallen

Von seinen Erlebnissen in Afrika berichtet Herbert Kempa in seinem neuen Buch. Foto: Sonntag

Baden - Von Axel Sonntag. Schon bei seiner ersten Reise ins südliche Afrika war er tief beeindruckt und berührt von den Naturschönheiten, dem Wildbestand, den Sitten und Bräuchen sowie der Gastfreundschaft. Vom „Bazillus Afrika“ schreibt Herbert Kempa (79) aus Baden in seinem neuen Buch „Dreimal Afrika und zurück“ im positiven Sinne, denn der Kontinent hat ihn seither nicht mehr losgelassen. Nach Individualreisen durch Namibia und Südafrika hatte er seinerzeit schon zeitnah seine Erlebnisse niedergeschrieben und dokumentiert. Jetzt ist daraus ein Buch entstanden, welches ab heute im Achimer Buchhandel erhältlich ist.

„Die Lust am Schreiben lässt nicht nach“, gesteht Kempa, der zuletzt mit dem Buch „Auf Umwegen nach Achim“ in Erscheinung getreten war. Für sein neues Buch hat er seine persönlichen Reiseberichte noch einmal überarbeitet sowie um neue Gedanken und Erinnerungen erweitert, die er bisher noch nicht berücksichtigt hatte. In die Veröffentlichung flossen auch neue Erkenntnisse, zahlreiche Gespräche und Ansichten anderer Afrika-Reisenden ein.

Das Titelbild seines Buchs zeigt eine stimmungsvolle typisch afrikanische Abenddämmerung – aufgenommen auf der Farm Chairos im Norden Namibias. Kempas Buch beinhaltet Eindrücke aus drei Reisen, jeweils ergänzt um mehrere Episoden. Voller Emotionen ist auch seine erste Story vom „Regengucken“. Da es in vielen Regionen im südlichen Afrika nur sehr selten regnet, ist der erste langersehnte Regen nach Trockenperioden für die Einheimischen etwas Besonderes, was – oft auch im Regen stehend – gefeiert wird. „An diese Stimmung haben wir uns erinnert, als nach wochenlanger Trockenheit im Sommer 2018 hier in Achim endlich mal wieder Regen fiel. Da standen wir auf der Terrasse in Baden und lauschten dem Geplätscher. Erinnerungen kamen hoch“, schreibt Kempa in seinem Buch.

Andere Episoden beschäftigen sich mit Jagdglück in Namibia, einem „Early morning tea“ in einem Steilwandzelt im gebirgigen Hochland und mit dem Sandgebilde einer „Wüstenrose“ und der uralten Pflanze „Welwitschia“ nahe Swakopmund. Viele der einzelnen Kapitel erzählen nicht nur von persönlichen Reiseerlebnissen, sondern ermöglichen es dem Leser, tiefer einzutauchen in die unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen der Einheimischen und Farmer.

Auch geschichtliche Entwicklungen sowie Einflüsse der Europäer auf die Region werden angedeutet in der Lüderitz-Episode und seinem „Meilenschwindel“. Herbert Kempa hat sogar Spuren von Adolf Lüderitz (1834 – 1886, erster deutscher Landbesitzer im heutigen Namibia) in Bremen-Borgfeld, wo er mal gewohnt hat, entdeckt und fotografisch dokumentiert.

Immer wieder spürt man beim Lesen der Zeilen auch die Sympathie des Autors für Land und Leute. Besonders dann, wenn der Badener schreibt, wie er und seine Frau Sigrid auf seiner Lieblingsfarm zu Gast sind und sie von dort aus zu Unternehmungen aufbrechen. Dank sachkundiger Führung erspähen die Besucher nicht nur Springböcke, Oryx-Antilopen und Kudus, sondern auch besondere Pflanzen. So etwa die Teufelskralle, deren Extrakt eine entzündungshemmende Wirkung bei chronischen Gelenkerkrankungen haben soll, oder die exotische Hoodia, der eine appetithemmende Wirkung nachgesagt wird.

Persönlich, authentisch und mitunter auch mit etwas Selbstironie geschrieben ist das Buch. Beim Lesen fühlt man sich schon nach wenigen Episoden mittendrin im südlichen Afrika. „Und sollte der Bazillus Afrika auf den einen oder anderen Leser überspringen – wehrt Euch nicht dagegen“, lautet der Ratschlag des schreibenden Rentners.

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