Bauschutt, Reifen mit Felgen und mehr

Mülltourismus blüht in Bollens Marsch

Hier wurde wohl nach dem Essen alles zusammengekehrt und in die Marsch gefahren.
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Hier wurde wohl nach dem Essen alles zusammengekehrt und in die Marsch gefahren.

Bollen - Die schicken blauen Felgen sind noch dran an den Motorroller-Reifen, die zusammen mit anderen in ein Gebüsch am Straßenrand geworfen wurden. Aber noch eine ganze Menge Abfall mehr ist an den Plattenwegen in der Bollener Marsch zu finden. Hier blüht der Mülltourismus.

Darauf wies jetzt der ehrenamtlich im Adlerschutz engagierte Rentner Josef Teupe hin, der auch die Natur im Bollener Bereich an der Bremer Landesgrenze regelmäßig auf Rundgängen beobachtet.

Manche der mit Betonplatten befestigten Wege sind sogar durch Metallpollern abgesperrt, andere nur für Radfahrer und den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Doch die Poller werden über den Straßenrand hinaus umfahren, wie Reifenspuren zeigen, und an die anderen Schilder halten sich viele offenbar auch nicht.

Außer naturbelastenden Gummireifen-Haufen werden typische Hinterlassenschaften von Wohnungrenovierungen deponiert: Halbleere Farbeimer, Pinsel, Schutt und Ähnliches. Auch Pappteller und Plastikgeschirr von einem größeren Mahl samt Essensresten wurden in die Natur verfrachtet. Und dann gibt es noch etliche leere Wodkaflaschen und eine Menge leerer Bierdosen von größeren Zechtouren zu entdecken.

Wer hier von wo aus seinen Müll illegal deponiert – darüber möchte Teupe nicht spekulieren. Es fehle aber offensichtlich auch an regelmäßigen Kontrollen in diesem noch zum Landkreis Verden gehörenden Gebiet des Achimer Ortsteils Bollen.

Unverständlich sei auch, warum Bürger überhaupt hier Abfälle entsorgen, die sie leicht und sogar kostenlos auf Mülldeponien loswerden könnten. Vermutlich seien manche Zeitgenossen einfach zu bequem und scheuten längere Wege zu legalen Entsorgungsmöglichkeiten.

Wenn sie aber nicht weggeräumt würden, belasteten Reifen, Beton oder Farben den Boden hier über Jahre hinaus. Und: „Wir sind verpflichtet, die Zukunft der Natur für unsere Kinder zu sichern und nicht zu verbrauchen“, mahnt Josef Teupe.

la

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