Wertschätzung für die Platanen

Anwohner argumentieren ökologisch und ökonomisch gegen Bauprojekt

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Noch führen die Platanenreihen am Uesener Mühlenweg zur Achimer Windmühle. 

Die Menschen im Achimer Mühlenviertel haben jetzt Post bekommen von Manfred Harms und Horst-Dieter Pöhls, die an der Spitze des Protests stehen gegen die von der Stadt geplante Änderung des Bebauungsplans „Grundstücke an der Achimer Windmühle“.

Achim - Wie berichtet, sieht der neue Bebauungsplan zwischen Mühlenfeldstraße, Mühlenstraße, Ueser Mühlenweg und Auf dem Mühlenfeld 15 neue Einfamilienhäuser und auf dem Ex-Reitplatz und Parkplatz die Beseitigung von mindestens sieben der 14 gesunden Platanen vor.

Gegen eine solche Fällaktion sollen, so die Briefschreiber, die Bürger Sturm laufen mit Protestschreiben bei der Stadtverwaltung bis zum 18. Juni und mit ihrer Teilnahme an der entscheidenden Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr am Dienstag, 18. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus.

Im Visier der Gegner sind besonders die Baupläne am Uesener Mühlenweg, wo sieben Einfamilien- beziehungsweise Doppelhäuser geplant sind.

Die umweltbewegten Anwohner bringen vor, dass Platanenen besonders widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung, industriefest, rauchhart und unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit seien.

Ein großkroniger Laubbaum „filtert stündlich circa 4 000 Kubikmeter Luft, nimmt täglich zehn Kilogramm Kohlendioxid auf, liefert den von Menschen benötigten Sauerstoff, verbessert Klima durch Wasserverdunstung“, heißt es in dem Schreiben.

Harms und Pöhls argumentieren aber auch ökonomisch: Die jährliche ökologische Wertschöpfung eines solchen Baumes schätzen sie auf 850 Euro, in diesem Fall auf 100 000 Euro in fünf Jahren. Die Neupflanzung von Platanen werde 290 000 Euro kosten, mehr als der Erlös durch den Verkauf der Fläche als Bauland.

Harms und Pöhls lehnen das Bauvorhaben aber nicht rundweg ab, sondern präsentieren Alternativen.

Eine sieht die Zufahrt über die Mühlenstraße und den Verzicht auf ein Haus zugunsten der Platanenallee vor.

Die andere verzichtet auf die Asphaltierung schon im Bereich der Platanen, die durch Abstandsgebote und Wurzelvorhang noch geschützt werden sollen. Auch hier würde ein Bauplatz entfallen. 

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