Wirtschaftsförderer: Schade, aber rechtens

Baumfällen in Blender bewegt zahlreiche Bürger

Diese Aufnahme vom Anblick des gleichen Bereichs vor dem Fällen sandte eine Anwohnerin dieser Zeitung zu.

Blender - „Dass durch Bauvorhaben 100 Jahre alte Bäume gefällt werden, ist echt traurig“, schreibt eine Leserin aus Blender und mailt zur Verdeutlichung Bilder vom Zustand „Vorher“ und „Nachher“ am Mühlenberg in Blender. Unschwer ist zu erkennen, dass dort im neuen Baugebiet entlang der Hauptstraße eine ganze Baumgruppe weichen musste und insbesondere die prächtige Kastanie auf dem „Vorher“-Bild nicht mehr existiert.

Dieser Kahlschlag ist auch schon anderen aus dem Ort aufgefallen. Er sei aber nötig, um die Wohngebäude-Vorhaben auf dieser großen Grünfläche mit jetzt insgesamt drei Bauplätzen zu ermöglichen. Das teilte Frank Bielefeld, Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde, auf Nachfrage mit. Er finde es zwar schade, dass alle Bäume entfernt wurden, aber es spreche rechtlich nichts dagegen. Die Gewächse waren im Bebauungsplan für das früher gemeindeeigene Gelände auch nicht als schützenswert eingetragen.

Der Rat der Gemeinde Blender habe den Verkauf der Fläche zu Wohnbauzwecken damals ja beschlossen.

Die neuen Grundbesitzer kämen zudem direkt aus dem Ort oder aus der näheren Umgebung und wollten sich hier den Traum vom neuen Heim verwirklichen, betont Bielefeld.

Der Wohnungsbau hat schon begonnen. Dazu wurde auf der früheren gemeindeeigenen Fläche am Mühlenberg kräftig abgeholzt, um Platz zu schaffen. - Foto: Laue

Die Arbeiten für das erste Haus haben unübersehbar begonnen. Festgelegt ist, dass sich die Wohnbauten in Ausmaß und Gestaltung den bestehenden anzupassen haben, erläuterte Bauamtsleiter Roland Link.

Ein Teil der großen freien Fläche war vor Jahren mal als Standort eines Dorfgemeinschaftshauses kurz im Gespräch gewesen. Ein entprechendes Fachwerkgebäude hatten engagierte Heimatfreiunde bereits fest im Blick und wollten es hier oder auf dem Blender Mühlengelände wieder errichten.

Diese Pläne zerschlugen sich, weil Experten vom Landkreis den Baustil des betreffenden Hauses als nicht zum Mühlenensemble passend einstuften. Aus dem Dorfgemeinschaftshaus wurde daher nie etwas. - la

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