Arbeiten an der Grundschule Uesen verzögern sich / Neubau erst ab Dezember fertig

Bauboom wirbelt Pläne durcheinander

Der Neubau an der Grundschule Uesen steht schon, ist aber noch nicht bezugsfertig. FotoS: Laue

Achim - Von Sandra Bischoff. Die Bauarbeiten an der Grundschule Uesen verzögern sich. Eigentlich sollten die Kinder schon nach den Herbstferien die vier neuen allgemeinen Unterrichtsräume in dem Neubau beziehen. Aber daraus wird nichts, wie Steffen Zorn, Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung, auf Anfrage erklärt.

„Der Trockenbauer hat uns im Stich gelassen.“ Aus diesem Grund hätten sich auch die nachfolgenden Arbeiten der anderen Gerwerke verzögert. „Ursprünglich wollten wir in den Sommerferien baulich fertig sein, aber das ist uns nicht gelungen.“ Ausschreibungen für die Gewerke hätten zum Teil wiederholt werden müssen, weil sich keine Handwerker gemeldet hätten. Das hätte ebenfalls zu dem Zeitverlust geführt, erklärt Zorn. „Das Hauptproblem ist die überlastete Baubranche: Die Firmen haben zu wenig Fachkräfte und zu viele Aufträge – eine unglückliche Entwicklung.“

Wie berichtet, hatten die Neubau- und Sanierungsarbeiten an der Grundschule Uesen in den Sommerferien 2018 begonnen. Ziel ist es, dem Bevölkerungszuwachs Rechnung zu tragen und die Schule den steigenden Schüler- und damit verbunden auch Lehrerzahlen anzupassen. Vor allem mit Blick auf die kommende Fünfzügigkeit der Jahrgänge und den geplanten offen Ganztagsbetrieb, benötigt die in die Jahre gekommene Schule ein größeres Lehrerzimmer sowie eine Mensa und weitere Klassenräume.

Noch nicht alle Jahrgänge verfügen über fünf Klassen, sodass es zurzeit noch nicht zu großen Platzproblemen komme. Die Klassen, die eigentlich nach den Herbstferien in das Obergeschoss des Neubaus einziehen sollten, sind laut Zorn zurzeit provisorisch in der alten Aula und im neuen Lehrerzimmerbereich untergebracht.

Im Dezember ziehen die Schüler dann in die neuen Räume um. Im Januar sollen die Außenanlagen fertiggestellt werden und die Restarbeiten im Neubau erfolgen. Dort müssen die Bauarbeiter noch die Decke der Mensa einziehen. „Es spielt uns in die Karten, dass der Ganztag noch nicht läuft. Es stört niemanden, wenn wir dort weiter bauen“, sagt Zorn.

So misslich die Verzögerung der Bauarbeiten auch sei, so positiv hebt der Fachbereichsleiter die Zusammenarbeit zwischen seinen Kollegen und der Schulleitung hervor, aus der immer „tragbare und vernünftige Lösungen“ hervorgegangen seien. „Das ist nicht selbstverständlich, wenn Pläne über den Haufen geworfen werden.“

Nicht nur der Zeitplan des Bauprojekts, auch die Kosten haben sich geändert: Bei der Planung des Bauvorhabens waren 3,2 Millionen Euro angesetzt worden exklusive rund 50 000 Euro für die Sanierung und den Umbau des Bestandsgebäudes mit Lehrerzimmer. Mittlerweile seien die Kosten auf 3,5 Millionen Euro gestiegen plus 100 000 Euro für die Sanierung.  Die Politik habe diese überplanmäßige Ausgabe bereits abgesichert.

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