Bauhofleiter: Nach Fällen wird neu gepflanzt

Auf 65 000 Bäume hat Stadt zu achten

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Nicht mehr standsicher und teilweise bis tief im Stamm geschädigt waren drei Buchen und eine Ulme im Park der Kreismusikschule.

Achim - Für rund 65 000 Bäume im öffentlichen Bereich sei die Stadt Achim als Grundstückeigentümerin verkehrssicherungspflichtig. Das geht aus einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Bauverwaltungsausschusses hervor.

Bauhofleiter Heiko Haase wies jetzt zum Tagesordnungspunkt „Baumschutz“ auch darauf hin, das alle bis Ende Februar geplanten oder schon erledigten „Entnahmen aus dem Bestand“ durch gutachterliche Untersuchungen abgesichert seien.

Das reicht von der Eiche am Bollener Deich über die Rosskastanie vor der Marktpassage und Ahornbäumen auf dem Badener Friedhof bis zu Buche und Eiche im Badener Park, drei Eichen vor der Grundschule Uesen, zwei Eschen am Badener Bahnhofsparkplatz und 40 Robinien an der Mühlenstraße.

In beinahe allen Fällen sind Nachpflanzungen vorgesehen. Allein 15 neue Bäume würden für die jüngst bei der Kreismusikschule gefallenen drei Rotbuchen und eine Ulme neu gesetzt: direkt im Bereich des dortigen Parks und an anderen Stellen der Innenstadt. Die beseitigten Exemplare seien nicht mehr standfest gewesen.

Haase machte auch darauf aufmerksam, dass auf öffentlichen Flächen die Baumschutzsatzung der Stadt, im Stadtwald aber Waldrecht gelte. In der kritischen Diskussion werde oft beides in einen Topf geworfen.

„Wir fällen bestimmt nicht, weil wir etwas gegen Bäume hätten“, bekräftigte Steffen Zorn, Leiter der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung Achim (GGA). Solche Maßnahmen seien aber gesetzlich nur bis Ende Februar möglich. Deshalb häuften sie sich oft in der Zeit davor.

Auch die Frage, ob die Stadt sich am Holzverkauf nach dem Fällen bereichere, höre er oft. Das „öffentliche Holz“ werde aber zum Teil zerkleinert und als Mulch wieder verwendet oder der Feuerwehr zur Versteigerung bereit gestellt, antwortete Zorn. Der Erlös komme ebenfalls dem Feuerwehrwesen zu Gute.

In Einzelfällen würden aus Fällholz auch Spielgeräte für städtische Kindergärten oder Schulen hergestellt. Christian Petritzki (CDU) regte in diesem Zusammenhang an, aus Stämmen abgeholzter Stadtwaldbäume neue Sitzgelegenheiten für den Stadtwald-Bereich zu fertigen.

Auf Nachfrage Peter Bartrams von den Grünen nach Standorten der Ausgleichspflanzungen für die gefällten Bäume bei der Kreismusikschule nannte Haase den dortigen Heckenbereich, Flächen an der Bremer Straße in Höhe Steinweg sowie Grünbereiche bei der Achimer Hauptschule und Realschule.

la

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