Kindergarten St. Matthias gestaltet Außengelände neu

Barfußpfad und Beete locken

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Mit vereinten Kräften schaffen Groß und Klein den Barfußpfad. Rechts im Bild: Franz-Josef Kannen und Manfred Raba aus der St.-Matthias-Gemeinde sowie Magdalena Mrowiec, eine Mutter.

Achim - Rutsche, Schaukel, Sandkiste – und fertig ist der Spielplatz? „Nein, bisschen anspruchsvoller und spannender darf es für die Kinder schon sein“, sagt Regina Gürlich, die den Kindergarten St. Matthias leitet. Das Außengelände der Tagesstätte an der Meislahnstraße bekommt einen Barfußpfad sowie Beete mit Kräutern und Stauden, die die Kleinen regelmäßig pflegen sollen.

Gestern begann das Projekt für die Gestaltung des Areals hinter dem erweiterten, modernisierten Kindergarten an der katholischen Kirche. „Kinder fördern in und mit der Natur im Matthias-Garten“ lautet dafür die Überschrift.

Bei dem Vorhaben werden die hauseigenen Akteure kräftig von außen unterstützt, auch finanziell. Die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung steuert rund 2000 Euro bei. Mit Susanne Büssenschütt von der Firma Garten und Therapie aus Thedinghausen wirkt eine professionelle Gärtnerin mit, die weiß, wie Beete angelegt werden und welche Pflanzen am besten in Kinderhände gegeben werden können.

Zunächst mal waren Erzieherinnen, ihre Schützlinge und Eltern gestern bei nasskaltem Schauerwetter damit beschäftigt, Erde für den Nutz- und Ziergarten aufzuschütten. Schubkarre um Schubkarre, gefüllt mit gutem Mutterboden, rollte zur künftigen Pflanzeninsel, wo ein Vater mit einer Schaufel alles gleichmäßig verteilte.

Altmaterial aus dem bisherigen Außengelände der Kita fließt in die Neugestaltung mit ein. Bambushölzer, aus denen eine Hütte bestand und die Spielnischen abgrenzten, werden den Garten rahmen, berichtete Gürlich.

Und mit was wird der bepflanzt? Mit Stauden und Blumen wie Schmetterlingsflieder, Phlox und Astern, zählt die Einrichtungsleiterin auf. Aber auch mit Salbei, Thymian, Mädesüß, Mutterkraut und weiteren wohlriechenden Kräutern, auf die Insekten fliegen und die hin und wieder dem Mittagessen im Kindergarten delikate Würze, garantiert aus eigenem Anbau, geben sollen.

Damit die Mädchen und Jungen die von ihnen mit in die Erde gebrachten Pflanzen später pflegen, gießen und eben auch gesundes, köstliches Grünzeug ernten können, werden zwischen den Beeten zahlreiche Trittsteine verlegt. „Die gießen die Kinder noch selbst aus Beton“, kündigt Regina Gürlich an.

Unterdessen legten Manfred Raba, Bauherr für die Kita-Erweiterung, Franz-Josef Kannen, Hausmeister in der St.-Matthias-Gemeinde, sowie weitere kleine und große Helfer ein Stück weiter einen Barfußpfad an. Die von Kanthölzern eingefassten Rechtecke werden nach Angaben von Gürlich mit sechs verschiedenen Elementen bestückt: Erde, Moos, Sand, Steine, Stroh und Zapfen.

Der Barfußpfad ist natürlich dafür da, den Tastsinn der Kinder zu schulen. Darüber hinaus sollen sie auf den Kanthölzern balancieren und damit ihr Gleichgewicht trainieren, nennt die Kita-Leiterin einen weiteren pädagogischen Aspekt der Anlage.

Dem Gedanken des Projekts, den zwei Gruppen in der Tagesstätte die Natur näher zu bringen, dient laut Regina Gürlich zudem der vor kurzem zwischen dem Gärtchen und dem Pfad gepflanzte Obstbaum. Der Setzling der alten Sorte Uphuser Tietjen-Apfel wurde von Ulrich Ringe und Hans-Dieter Pöhls vom Nabu spendiert. - mm

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