Grundsteinlegung für neue Gebäude in Achim-Nord

Bald bessere Zeiten für Retter

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Wenn der Landrat als Maurer gefragt ist, dann ist das ein denkwürdiger Tag.

Achim - Es war nicht der Grundstein, in den Landrat Peter Bohlmann Freitagmittag mit Kelle und Zement eine Kupferschatulle einmauerte, sondern schon eine Außenwand, aber auch so war es ein feierlicher Moment auf dem Weg zur neuen Rettungswache in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Achim-Nord.

Bis Mai 2018 soll hier die Einrichtung des DRK vollendet sein, die vom Kreis bezahlt und über die Beiträge der Krankenversicherten refinanziert wird.

Auf der 1250 Quadratmeter großen Fläche der ehemaligen Straßenmeisterei und jetzigen alten Rettungswache entststeht zur Zeit schon das zweigeschossige Sozialgebäude mit Aufenthalts-, Schlafräumen und einem so genannten Schwarz-Weiß-Bereich, einer Schleuse zur Dekontamination nach Einsätzen, für die Rettungssanitäter auf den Krankenwagen und den Notarzt. Da das Gebäude dicht an der Autobahn 27 liegt, ist es mit Lärmschutz und Frischluftzufuhr versehen.

Richtung Embser Landstraße werden dann neue Garagen folgen, die die jetzigend der Feuerwehr dort ergänzen werden. Ist dies alles gebaut, wird im März im letzten Abschnitt das jetzige Aufenthaltsgebäude abgerissen und durch ein neues Gebäude für Ausbildung und Schulung ersetzt werden.

In dem jetzt noch bestehenden Gebäude war die Unterbringung der Retter und Helfer lange unzumutbar gewesen mit zu wenigen und zu kleinen Räumen und mit einer Lärmbelästigung durch Autobahn und Landesstraße, die kaum Ausruhen und Schlaf erlaubte.

Zunächst wollte der Kreis das mit einem Ausbau für unter 100.000 Euro beheben, doch der „Aufstand“ der Rettungssanitäter war dann von Erfolg gekrönt. Im September letzten Jahres beschloss der Kreistag den Neubau. Der Text dieses Beschlusses befindet sich in der vom Landrat eingemauerten Kupferschatulle. Sein Talent als Maurer hatten Freitag auch Kreisrätin Tryta, Ausschussvorsitzender Jens Richter, DRK.Kreisgeschäftsführer Dirk Westermann und Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling.

Mit Strom wird die Rettungswache übrigens durch eine Photovoltaikanlage und mit Heizung durch Nutzung der Erdwärme versorgt, wie der Verdener Architekt H. Jürgen Hartmann berichtete. Die europaweit bedeutsame Gasverdichterstation der Gasunie liegt zwar in Sichtweite, aber die Verlängerung der Gasleitung von der Achimer Feuerwehr auf der anderen Seite der Embser Landstraße zur neuen Rettungswache hätte doch zu große Umstände gemacht, wie der Architekt und Holger Piplat vom Kreis uns erläuterten. 

mb

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