Badener Pfingstwiese: Neuer Veranstalter will Vereine künftig mehr einbinden

Flohmarkt lockt Besucher – Festtrubel hält sich in Grenzen

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Veranstalter Hendrik Söhn mit seinen Mitarbeiterinnen Nicole Käse und Aleksandra Gagarinova.

Baden - Eine Attraktion der Badener Pfingstwiese ist der Flohmarkt. Der begann am Sonntagvormittag. Bei Veranstaltungen dieser Art ist frühes Erscheinen von Vorteil. Denn die besten Stücke haben nie nur einen Interessenten. Wen also die große Auswahl lockte, der war bereits vor dem offiziellen Beginn um 11 Uhr auf dem Festgelände an der Weser, um die Lage zu sondieren.

Tatsächlich war das Angebot groß. Es reichte von Lektüre über Schallplatten, Haushalts- und Sportgeräten bis zu Kinderspielzeug und Kuscheltieren. Und da bei Schnäppchen-Jagden Handeln ausdrücklich erwünscht ist, kamen zumeist beide Seiten – Verkäufer und Käufer – auf ihre Kosten. Veranstaltet wurde dieser Flohmarkt vom TV Baden unter Federführung von Reiner Aucamp.

Für Jesse und Janek lief das Geschäft schon in der ersten halben Stunde gut. In der Kasse der beiden 13-Jährigen aus Etelsen befanden sich schon 50 Euro. Erwirtschaftet mit Büchern, Spielen und einigen Plüschtieren: „Aus diesem Alter sind wir einfach raus.“ Genutzt wird das eingenommene Geld zur Aufstockung des Taschengeldes. Und der Trennungsschmerz beim Verkauf? „Hält sich in Grenzen“, schmunzelten Jesse und Janek und gaben dann einem potenziellen Kunden Informationen zu einem Kinderspiel.

Sascha und Mandy Haasner waren mit ihren beiden Töchtern ebenfalls Anbieter auf dem Pfingstwiesen-Flohmarkt. Vor sich ausgebreitet hatten sie eine Carrera-Bahn und Modellautos. Dazu allerlei weiteres Spielzeug. Mandy Haasener brachte das Warenangebot der Familie auf eine griffige Formel: „Von Bekleidung bis Unterhaltung, von Dekoration bis Technik.“ Die Mischung schien zu stimmen, denn an Interessenten war kein Mangel. Wie bei Jesse und Janek dient der Flohmarkt-Erlös einem Aufschlag beim Taschengeld.

Mit der Resonanz auf dem Flohmarkt war der neue Veranstalter der Badener Pfingstwiese, Hendrik Söhn, zufrieden, mit dem Verlauf der Gesamtveranstaltung bis dahin allerdings nicht: „Der Freitag und Samstag waren nicht so toll.“ Den Hinweis, dass das in den Vorjahren kaum anders gewesen war, lässt Söhn nicht gelten: „Das ist für mich kein Argument.“

Aber ebenso wenig ein Grund, die Zukunft der Badener Pfingstwiese in düsteren Farben zu malen: „Wir haben schon viele Feste angepackt, die im Keller waren.“ Zukünftig will Hend-rik Söhn mit der Badener Pfingstwiese wieder verstärkt „eine Basis schaffen für Vereine und Einrichtungen aus dem Ort“.

Überzeugt habe viele Besucher schon jetzt der Verzicht auf das Festzelt, die Neugestaltung des gastronomischen Bereiches sowie die „frische und peppige Musik“.

häg

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