Angekommen nach 25 Jahren

Kunstverein weiht mit Tag der offenen Tür offiziell neue Bleibe ein

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Kunstvereins-Vorsitzende Marita Lingel (links) verfolgt mit leicht kritischer Miene die Einweihungsrede von Bürgermeister Ditzfeld (rechts) vor aktiven Mitgliedern und Kreativen des Kunstvereins sowie Kommunalpolitikern und anderen Besuchern.

Baden - Seit Mitte Dezember ist die Kunstschule des Kunstvereins Achim mit allen Kursen an den Mittelweg 19 in Baden gezogen. Hier hat der Verein genügend Fläche und zudem ein großzügiges Außengelände. Am Sonntag nachmittag gab es di e offizielle Einweihung mit einem Tag der offenen Tür.

Bevor es endlich so weit war, musste der Verein aber erst bürokratische Hürden überwinden, mit denen die Vorsitzende Marita Lingel vorher nicht gerechnet hatte. Für die Nutzung der Büros einer ehemaligen Werkzeugfirma war extra ein neuer Bebauungsplan aufzustellen. „Das wollte der Landkreis so“, berichtete die Vorsitzende. Außerdem war noch eine behindertengerechte Toilette einzubauen. Auch diese Hürde wurde dank einer großzügigen Spende des Bürgervereins Achim von 3000 Euro fast genommen. Es fehlen aber immer noch fast 5000 Euro. „Alles was wir gespart haben, ist in das neue Gebäude geflossen“, fasste die Vorsitzende letztlich zusammen und monierte, dass der Ausschuss für Sport und Kultur die Prioritäten offenbar klar im Sportbereich lege.

Dem widersprach Bürgermeister Rainer Ditzfeld, der auf Vorgaben und Anträge verwies, um Gelder frei zu machen. Bei der Miete des Gebäudes von 1962 sei der Vermieter dem Verein sehr entgegen gekommen.

Eineinhalb Jahre vergingen, bis der Kunstverein nach über 25 Jahren seines Bestehens nun wohl – nach viermaligem Umzug in dieser Zeit – eine endgültige Bleibe gefunden hat. „Die vielen Wechsel haben den Mitgliedern auch sehr viel abverlangt“, lobte die Vorsitzende Engagement und Geduld der im Kunstverein Aktiven. „Wir sind angekommen, und wer Freude am Gelingen hat, der schafft auch gern was Neues“, ging der Blick der Vorsitzenden vor einer großen Schar an Gästen in die Zukunft.

„Machen Sie mit“, forderte Marita Lingel die Besucher auf. Gleich mussten Bürgermeister Ditzfeld und andere Gäste den Pinsel schwingen. Unter fachlicher Anleitung von Dozentin Sabine Seemann wurde kräftig gepinselt. Nicht das erste Mal, dass der Bürgermeister Kontakt mit Farbe bekam. Eines der aufgehängten Bilder hinterließ noch einen farbigen Klecks auf seinem Jackett.

Im Rahmenprogramm des Tages trat das Duo „B-Cappella“ aus Bremen auf. Und Ditzfeld überreichte dem Verein einen ausgefüllten Euro-Lottoschein für die Ziehung am nächsten Wochenende.

Danach durften sich alle die Räumlichkeiten ansehen und sich so einen Überblick über die Kreativität des Kunstvereins verschaffen. Auch die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist dem Verein neben der Nachwuchsförderung von jungen Künstlern ein besonderes Anliegen. - ha

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