Ausstellung mit Bildern von Marijke Vissia in Achimer Rathausfoyer eröffnet

„Noch ist es nicht dunkel“

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Marijke Vissia vor einem ihrer Werke im Achimer Rathaus.

Achim - „Es ist noch nicht ganz dunkel, aber es geht in diese Richtung“. So in etwa lässt sich das einer Liedzeile des alternden Bob Dylan entnommene Motto einer Ausstellung der Künstlerin Marijke Vissia übersetzen.

„Not dark yet but it's getting there“ wurde jetzt im Achimer Rathausfoyer eröffnet .

Marita Lingel vom Kunstverein begrüßte die Besucher und zeigte sich über die geringe Resonanz zugleich etwas enttäuscht. Rüdiger Dürr übernahm als stellvertretender Bürgermeister die Vorstellung der Künstlerin.

In Anlehnung an den Ausstellungstitel vermutete er pessimistische Gedanken. Die Künstlerin werde aber heute schon mit den alten Meistern verglichen, hob er hervor und würdigte auch den Achimer Kunstverein: „Er bereichert unsere Stadt auch dadurch, dass er immer wieder außergewöhnliche Künstler hierher holt“.

Marijke Vissia fand die Situation, in ihre Ausstellung einzuführen, ungewöhnlich. Ein Künstler verstecke sich eher hinter den Werken und lasse den Betrachter Raum für eigene Erweiterungen, so Vissia.

Würde, Glaube, Sinnliches und vieles mehr habe sie im Kampf zwischen dem Schönen und dem Hässlichen auf den Bildern vereint. Der Betrachter habe die Möglichkeit, selbst darüber zu entscheiden.

Die Werke sollen als Spiegel wirken und Fragen stellen. Antworten aber müsse jeder für sich finden.

Zum Ausstellungstitel hat Marijke Vissia auch eine Antwort: „Am Anfang war das Licht, und niemand geht mit dem gleichen Schrei in die Dunkelheit, wie er in das Licht getreten ist“.

Die 1985 in Belgien geborene Künstlerin wuchs als Tochter einer deutschen Mutter und eines niederländischen Vaters auf. Sie wohnt heute in Köln. Die erste Begegnung mit Kunst erfuhr sie über den Großvater, und „mein erstes Kunstwerk war ein Turm auf Glas“.

Marijke Vissia studierte von 2004 bis 2007 Kunst in Maastricht und danach Kunstpädagogik und -geschichte an der Universität Köln.

„Sicherheitshalber habe ich mich für das Lehramt entschieden, denn von der Kunst zu leben habe ich nicht ganz getraut“, gibt sie zu.

Zur Zeit bereitet sich die Niederländerin auf ihre Promotion zum Thema Seefahrt vor: „Bin ja mit Schiff und Segel groß geworden“, erläutert die junge Künstlerin.

Dass seit 2011 ihre Werke bei Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt werden und sie in zahlreichen öffentlichen Lesungen ihre Gedichte vortrug, bestätigt Sie mit einem kurzes „Ja“ und plaudert dann fröhlich über einen Segelurlaub weiter. Ausführlichere Antworten muss eben jeder selbst finden.

hem

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