Bei Auftaktveranstaltung zum Projekt auch gleich die Umsetzung angemahnt

Leitbild für Achim soll nicht bunter Wunschzettel werden

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Elisabeth Schulze-Hulitz und Stepanie Vogel (rechts) von der KDSt für Verwaltungsmanagement stellten Schritte zum Leitbild für Achim vor.

Achim - Das zu erarbeitenden Leitbild für die Stadt Achim soll Ziele und Perspektiven für die nächsten fünf bis zehn Jahre aufzeigen. Es dürfe aber nicht ein kaum erfüllbarer bunter „Wunschzettel für Weihnachten“ werden, sondern müsse Fakten zu Bevölkerungsentwicklung und Finanzen mit berücksichtigen.

Das gab SPD-Ratsherr Werner Meinken gleich bei der Auftaktveranstaltung zu dem Vorhaben im Ratssaal zu bedenken.

Sein Parteifreund und Ratsvorsitzender Hans-Jürgen Wächter drängte darauf, mit dem Umsetzen der gemeinsam mit Bürgern zu entwickelnden Prioritätenliste zügig zu beginnen, da sonst schnell der große Frust aufkomme.

Außerdem sei es wichtig, nicht nur Achim selbst, sondern auch die einzelnen Ortsteile und deren Besonderheiten mit im Fokus zu behalten.

All diese Anregungen nahmen die mit dem Projekt beauftragten Referentinnen Stephanie Vogel und Elisabeth Schulze-Hulitz von der „Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement“ (KGSt) als wichtige und richtige Anregungen zur Kenntnis.

Zunächst aber stellten sie die 1949 als „Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung“ gründete Einrichtung kurz und die Schritte zum Erstellen des Leitbilds näher vor.

Demnach hat eine umfassende Materialsammlung samt Interviews mit Bürgermeister, Fraktionsvorsitzenden, Seniorenvertretern und anderen über Achimer Gegebenheiten und Vorstellungen schon begonnen.

Ein Workshop mit den Fraktionen ist ebenfalls geplant, und jeweils an Freitagnachmittagen tagen im April verschiedene Foren wie das „Forum Ehrenamt“, das „Forum Wirtschaft“ und das „Forum Bürgerschaft“.

Um auch wirklich Bürger einzubeziehen, die sich sonst nicht gleich engagieren würden, sei geplant, einige nach repräsentativen Gesichtspunkten über das Einwohnermeldeamt auszuwählen und anzuschreiben, kündigte der stellvertretende Achimer Verwaltungs-chef Bernd Kettenburg an.

Bereits im Juli soll dann ein fertiger Leitbild-Entwurf präsentiert werden. Auf Fragen wie „Was sind die Schwächen und Stärken unserer Stadt?“, „Wo liegt Achims Zukunft?“ oder „Welche Erfolge streben wir an?“ wird es darin Antworten geben.

Eine repräsentative Umfrage unter Achimer Bürgern vorwegzuschalten wie es aus den Reihen des Publikums gefordert wurde, lehnte Bernd Kettenburg allerdings ab.

Das würde die Stadt rund 30 000 Euro kosten, machte er deutlich, Außerdem verweigerten erfahrungsgemäß etliche Bürger die Auskunft bei solchen Umfragen.

Einigkeit herrschte darüber, die vielen schon per Gutachten und Erhebungen bekannten Daten über Achim zu berücksichtigen und nicht alles noch einmal neu zu untersuchen.

Ein wichtiger Effekt des Leitbildes sei sicher, dass sich ein „Wir-Gefühl“ mit Willen zum gemeinsamen Handeln unter den Achimern entwickele, hoffte Grünen-Ratsherr Jürgen Kenning.

la

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