Erster Spatenstich markiert den Baustart / Lebenshilfe nimmt Betrieb im August 2021 auf

Auftakt für die Kita Holzbaden

Erster Spatenstich für die Kita Holzbaden: Einrichtungsleiterin Daniela Weiß, der stellvertretende Bürgermeister Reiner Aucamp, Wiltrud Ysker (Fachbereichsleiterin Bildung), Architekt Christian Buck und Steffen Zorn (Fachbereichsleiter Bauen, v.l.) greifen zum Spaten.
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Erster Spatenstich für die Kita Holzbaden: Einrichtungsleiterin Daniela Weiß, der stellvertretende Bürgermeister Reiner Aucamp, Wiltrud Ysker (Fachbereichsleiterin Bildung), Architekt Christian Buck und Steffen Zorn (Fachbereichsleiter Bauen, v.l.) greifen zum Spaten.
  • Sandra Bischoff
    vonSandra Bischoff
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Baden – Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat am Freitagmorgen der Bau der neuen Kindertagesstätte in Baden begonnen. Wenn alles läuft wie geplant, nimmt die Lebenshilfe im Landkreis Verden als Mieterin und Betreiberin am Holzbaden zum Kindergartenjahr 2021/22 den Betrieb auf.

Er hoffe, dass sein zweites, während der Corona-Krise geborenes, Enkelkind dann ebenfalls die neue Kita besuchen werde, sagte der stellvertretende Bürgermeister Reiner Aucamp in Vertretung des erkrankten Rainer Ditzfeld in seiner Ansprache. Er erinnerte daran, was die rund ein Hektar große Fläche neben dem Friedhof einmal gewesen war: Ackerland. „Dann kam die Angst auf, der bisherige Friedhof, der 1932 angelegt und eingeweiht worden war, könnte irgendwann nicht mehr ausreichen.“ Die Stadt kaufte die Fußballfeld große Fläche. Aber mittlerweile habe sich die Beisetzungskultur geändert, es gebe kaum noch große Familiengräber. So habe sich das Areal für das angeboten, was heute dringend benötigt werde: Kindertagesstätten.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die neue Kita auf rund 3,8 Millionen Euro. Darin enthalten sind aber auch die Ausgaben für den Radweg zwischen Wohngebiet und Kita, für die Verkehrserschließung mit Parkplätzen für die Kindertagesstätten- und Friedhofsbesucher sowie die Zuwegung, erklärte Steffen Zorn, Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung bei der Stadt. „Die gesamte Infrastruktur wird umgebaut.“

Um Kosten zu sparen, sei die ursprüngliche Idee gewesen, die Kita am Lahof, die sich in direkter Nachbarschaft befindet, zu kopieren. Doch davon mussten sich die Planer laut Zorn schnell verabschieden. „Das Gelände liegt hier fast anderthalb Meter tiefer als am Lahof. Wir hätten das neue Gebäude dann praktisch vergraben.“ Die Fläche des ebenerdigen Baus umfasst laut Planungen der Gruppe GME Architekten 1 300 Quadratmeter. Platz genug für fünf Gruppen mit insgesamt 95 Kindern.

Zurzeit betreut die Lebenshilfe in einer Integrationskrippe und einer Regelkindergartengruppe unter dem Namen Kita Paletti 37 Kinder in der Grundschule Baden. Mit dem Umzug in das neue Domizil kommen je eine Krippen- und Kindergartengruppe sowie eine Integrationsgruppe neu hinzu. „Die neuen Räume schaffen eine große Entlastung für unsere Kita“, erklärte Dr. Eva Berns, pädagogischer Vorstand der Lebenshilfe.

Die heilpädagogische Gruppe zieht nicht mit um. „Dafür suchen wir noch immer Räume“, sagte Wiltrud Ysker, Fachbereichsleiterin Bildung, Soziales und Kultur bei der Stadt.

Die Leiterin der Kita Paletti, Daniela Weiß, die im kommenden Jahr auch die neue Einrichtung übernehmen wird, freut sich vor allem über das große Gelände. „Endlich können die Kinder mal richtig rennen.“ Der hintere Bereich auf Höhe der Kapelle bleibt laut Zorn unbebaut. „Die Kita kann ihn erst mal nutzen.“

Zu Beginn der Planungen habe es Gespräche mit der Kirchengemeinde gegeben, um zu klären, ob sich Gäste einer Trauerfeier möglicherweise durch tobende und lachende Kinder gestört fühlen könnten. Der Badener Pastor Martin Behr hätte jedoch nichts gegen eine Kita neben dem Friedhofsgelände einzuwenden gehabt. „Es wird bei Trauerfeiern sicherlich Absprachen untereinander geben, wie es in einer guten Nachbarschaft üblich ist“, so Ysker.

Der Zeitplan für die Kita Holzbaden ist Steffen Zorn zufolge sportlich. „Bisher hat alles gut geklappt, hoffen wir, dass es auch so weitergeht.“ Denn der Druck ist groß. Schließlich soll auch die Grundschule Baden in eine Ganztagsschule umgewandelt werden, und dazu benötigt sie mehr Räume. Noch dazu steigen die Schülerzahlen: In diesem Jahr werden erstmals vier Klassen eingeschult, sagt Wiltrud Ysker.

Von Sandra Bischoff

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