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Sperrung zwischen Achim und Bremen: Auf der Schiene geht nichts mehr

Endstation Achim: Züge fahren von dort aus sieben Tage lang nur in Richtung Süden.
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Endstation Achim: Züge fahren von dort aus sieben Tage lang nur in Richtung Süden.

Achim/Landkreis – Tausende Pendler, die für den Weg zur und von der Arbeit den Zug benutzen, müssen eine Woche lang auf ein anderes Verkehrsmittel ausweichen. Die Bahnstrecke zwischen Achim und Bremen-Hauptbahnhof wird von diesem Freitagabend, 23 Uhr, bis einschließlich Freitag, 2. Juli, komplett gesperrt. Nichts geht mehr auf der Schiene, aber warum?

Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) hat der Kampfmittelräumdienst im Zuge von Brückenbauarbeiten in Bremen-Sebaldsbrück in Gleisnähe eine Weltkriegsbombe entdeckt, die er nun entschärfen muss. Dafür ist ein erheblicher Aufwand notwendig. Viele Meter weit und tief muss Erde abgetragen werden sowie die Oberleitung um- und rückgebaut werden. „Die Arbeiten finden rund um die Uhr statt. Was die ziemlich kurzfristige, gravierende Streckensperrung für eine Woche erforderlich macht“, unterstreicht DB-Pressesprecherin Sabine Brunkhorst auf Nachfrage.

Die in der Regel halbstündlich verkehrende Regio-S-Bahn fällt in diesem Zeitraum auf der Strecke zwischen Verden, Achim und Bremen-Hauptbahnhof sowie umgekehrt komplett aus. Der private Betreiber Nordwestbahn setzt stattdessen Busse ein. Diese halten an oder in der Nähe von allen Unterwegsbahnhöfen, benötigen aber selbstverständlich eine längere Fahrtzeit als ein Zug.

Erixx stellt Bahnbetrieb zwischen Soltau und Bremen ein

Auch wer gewöhnlich in Langwedel oder Achim in den „Heidesprinter“ steigt, um nach Bremen zu gelangen, könnte die Busse nutzen. Denn die Bahngesellschaft Erixx stellt in der Sperrungswoche den Betrieb auf der Strecke zwischen Soltau und Bremen sowie der Gegenrichtung total ein.

Aushänge im Bahnhof informieren darüber, wie sich die Sperrung auf die verschiedenen Linien auswirkt.

Die DB-Kunden, die üblicherweise den Regionalexpress (RE) frequentieren, sind ab Freitagabend im Abschnitt Achim-Bremen ebenfalls auf den Bus oder eine andere Alternative angewiesen. Aber immerhin bleibt die schnelle, stündliche Verbindung mit dem roten Doppeldecker zwischen Achim, Verden und Hannover intakt. Für die Route südlich von Bremen beginnen und enden sowohl die Linie RE 1 (Norddeich – Hannover) als auch RE 8 (Bremerhaven – Hannover) für eine Woche in Achim. „Wie gewohnt fahren die Züge dort jede Stunde zu Minute 30 Richtung Hannover ab“, informiert Brunkhorst auf Nachfrage. Die halbstündlichen Verstärkerexpresse entfallen allerdings.

Aufgelistet sind auch die zum Teil geänderten Fahrpläne und die Abfahrtszeiten und -orte der Ersatzbusse.

Im Fernverkehr wirkt sich die Sperrung ebenfalls aus. ICE von und nach Bremen werden entweder gestrichen oder über Rotenburg umgeleitet, was die Fahrzeit zwischen der Hansestadt und Hannover um etwa eine halbe Stunde verlängert. Der alle zwei Stunden verkehrende IC macht ebenfalls den zeitraubenden Schlenker über die Wümmestadt, fährt deshalb aber auch in Hannover, Nienburg und Verden 20 Minuten eher ab.

Details zur Sperrung und den geänderten Fahrtzeiten sind im Internet zu finden: www.regiosbahn.de, www.bahn.de, speziell zum Fahrplan auf den RE-Strecken im Landkreis: https://bauinfos.deutschebahn.com/rf/re1nb_8nb_2506-02072021_fahrplan.pdf

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