Kosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro

Astrid-Lindgren-Schule bekommt mehr Platz

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Der geplante Anbau (links) orientiert sich optisch am bestehenden Schulgebäude (rechter Teil).

Achim - Von Sandra Bischoff. In der Astrid-Lindgren-Schule wird es zunehmend eng. Schon jetzt sind alle 13 Klassenräume belegt, und wegen prognostizierter steigender Schülerzahlen fehlen bis zum Schuljahr 2023/2024 drei Unterrichtsräume, teilt die Stadtverwaltung mit. Ein Anbau an der Karlstraße in nordöstlicher Richtung soll Abhilfe schaffen. Das mit der Planung beauftragte Büro Jabro aus Oldenburg stellte am Montagabend im Schulausschuss den ersten Entwurf vor, den es gemeinsam mit der Schulleitung erarbeitet hat.

Wegen des hohen Anteils an Kindern mit Sprachförderbedarf geht die Stadtverwaltung in ihrer Prognose von kleinen Klassen mit 12 bis 17 Kindern aus. Zusätzlich gibt es an der Schule eine Sprachförderklasse mit maximal 16 Kindern.

Zwar handelt es sich laut Bürgermeister Rainer Ditzfeld um die Schule mit dem größten Grundstück in Achim, dennoch gab es bei der Planung diverse Punkte zu berücksichtigen. So war es Verwaltung und Schulleitung wichtig, den Schulhof durch den Anbau so wenig wie möglich zu verkleinern.

Viel Spiel- und Tobefläche wäre bei einem Anbau nördlich der Mensa eingebüßt worden. Außerdem hätte die offen gestaltete Eingangssituation mit dem prägnanten Vordach an Qualität verloren. Der Schulhof sollte für die Lehreraufsicht weiterhin gut einsehbar sein.

Zudem unterliegt der Freibereich zwischen der Schule und der Sporthalle förderrechtlichen Restriktionen, wie die Verwaltung in der Ausschussvorlage mitteilt. „Eine Überbauung könnte möglicherweise die Rückzahlung von Fördermitteln zur Folge haben“, heißt es darin.

Auch um die Möglichkeit zu haben, nach der ersten, jetzt geplanten Erweiterung auch in ferner Zukunft noch einmal anzubauen, haben sich die Architekten dafür entschieden, den Neubau nordöstlich an die Schule zu setzen.

Der Erweiterungsbau wird über einen Gang mit der Bestandsimmobilie verbunden. Die vordere Schulhoffläche, wo sich die Kinder während der Pausen aufhalten, und der Eingangsbereich bleiben bei diesem Entwurf unangetastet. Ein weiterer Vorteil sei, dass der Schulbetrieb während der Bauarbeiten nur unwesentlich beeinträchtigt werde.

„Wir haben uns optisch an der Struktur des Altgebäudes orientiert“, erklärte Architekt Dominik Knickmann den Ausschussmitgliedern. Das in Massivbauweise entstehende Gebäude soll mit einem Pultdach versehen werden und wird eingeschossig. Das hat laut Knickmann den Vorteil, dass kein Fahrstuhl notwendig wird. Außerdem seien die Anforderungen an den Brandschutz einfacher umzusetzen. Die im Dach eingesetzten Fenster sorgen für Licht in den Klassenräumen.

Die Umbauarbeiten im Bestandsgebäude fallen dem Architekten zufolge relativ gering aus. Alle Klassenräume im Altgebäude bleiben bestehen.

Und auch die vorhandene Verbindung zwischen der Magdeburger und der Dresdener Straße wird laut Planung zwar teilweise überbaut, dennoch soll die Verbindung erhalten bleiben, indem ein Teil des Weges neu hergestellt wird. „Die Wegesituation von der Magdeburger Straße auf das Schulgelände muss gewährleistet sein, damit die Schüler nicht außen herum über die Friedrichstraße gehen müssen“, sagte auch Bürgermeister Rainer Ditzfeld.

Im derzeit noch nicht genehmigten Doppelhaushalt sind insgesamt 1,3 Millionen Euro für die Erweiterung der Astrid-Lindgren-Schule veranschlagt. Dazu kommen 50 000 Euro für die Ausstattung. Ob das reicht, ist angesichts der „überhitzten Baukonjunktur“ fraglich. „Sollten sich die Preise auf dem derzeitigen Niveau weiter bewegen, wird eine Anpassung des Gesamtbudgets von bis zu 20 Prozent unausweichlich sein“, sagte Marco Schaubitzer vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung. Allerdings führe kein Weg an der Erweiterung vorbei. Die Bauarbeiten sollen laut Verwaltung zeitnah beginnen.

Um den fehlenden Bedarf an Räumen zu decken, soll ab kommendem Schuljahr eine Klasse in einem Mobilbau unterrichtet werden.

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