Anwohner verlangen Abhilfe

Tempo-30-Zone auf der Schwalbenstraße: „Unterlassene Hilfeleistung“ der Stadt

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Ein frommer Wunsch in der Schwalbenstraße.

Achim - Die Schwalbenstraße in Achim ist wie auch die Leipziger Straße und die Straße am Freibad vor Jahrzehnten mal großspurig als mögliche Umgehungs- und Ausweichstrecke ausgebaut worden, was sie nie geworden sind. Die Schwalbenstraße ist vielmehr zur Tempo-30-Zone erklärt worden, was Raser auch seit Jahrzehnten missachten. Rund 50 Anwohnern reicht‘s jetzt. Sie fordern, dass die Stadt hier endlich etwas gegen die Flitzerei unternimmt.

Grundlage ist ein Schreiben des Ehepaars Wiemer an den Bürgermeister. Sie erwähnen, dass sie schon zu Zeiten des Bürgermeisters Rippich das Problem vorgetragen hätten, dass 2016 ein Ortstermin mit verantwortlichen Herren der Stadt stattgefunden habe, bei dem der Verkehrsplaner gesagt habe, die Stadt habe kein Geld für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, und ein Ratsherr gemeint habe, die Anwohner müssten das bezahlen.. In anderen Straßen und für andere Projekte sei aber sehr wohl Geld vorhanden gewesen. Radarkontrollen habe die Stadt verworfen mit der Begründung, dass dann sie die Kosten und der Kreis die Einnahmen habe.

Lediglich eine Tempoanzeige habe die Stadt einmal aufgestellt und das in einem Zeitraum, als die Straße für die Verlegung der Gasleitung ohnehin aufgerissen und verengt gewesen sei und schnelles Fahren unmöglich gewesen sei.

Weiter beklagt das Ehepaar in seinem Brief, dass nach Straßenarbeiten eine Schadstelle an der Straße mit Pflaster aufgefüllt worden sei, so dass jedes Auto laut knallend über diese Stelle gefahren sei. Wahrscheinlich habe der Bauamtschef so die Anwohner an den Lärm gewöhnen wollen, wird in dem sicher polemischen Brief unterstellt. Drei Vorschläge zur Veränderung der ungewollten Schnellstraße hätten Anwohner gemacht, alle habe die Stadt abgelehnt.

Vier Möglichkeiten im Überblick

In dem Schreiben werden dann vier Möglichkeiten der Anwohner aufgezeigt:

1. Anzeige gegen die Raser wegen vorsätzlicher Körperverletzung. 2. Anzeige gegen den Fachbereichsleiter Bau wegen unterlassener Hilfeleistung. 3. Publizierung des Missstandes in einschlägigen Fernsehsendungen. 4. Übergabe der Unterschriften an die Deutsche Verkehrswacht.

Das Thema kommt nun am Montag 15. Januar, ab 17 Uhr in die öffentliche Sitzung des Ortsausschusses Achim im Ratssaal.

Die Stadt schreibt in der Sitzungsvorlage: „Beim Bau der Straße wurde die Fahrbahn mit einer Breite von 7,50 Meter plus Parkstreifen aus heutiger Sicht überdimensioniert. Mit der vor einigen Jahren nachträglichen Anlage von Engstellen und der Markierung von Stellplätzen wurde der Fahrbahnquerschnitt bereits deutlich auf 5,50 Meter reduziert.“ Bei dem Umbau der Schwalbenkreuzung zu einem Kreisverkehrsplatz sei der Einmündungsbereich der Schwalbenstraße ebenfalls deutlich zurückgebaut worden. Durch die Engstelle mit einer Breite von 5,50 Metern unmittelbar vor der Rotkehlchenstraße sei baulich die Einfahrt in die Tempo-30-Zone betont worden.

Weitere bauliche Maßnahmen hätten bisher aus Geldmangel nicht verfolgt werden können. Die Stadt will nun die Geschwindigkeiten in der Straße noch einmal verdeckt erfassen. Später soll wieder die Geschwindigkeitsanzeigentafel in der Straße aufgestellt werden. Weiter will die Stadt den Landkreis bitten, seine mobilen Radarkontrollen öfter in dieser Straße stattfinden zu lassen.

Befriedigen wird das die Anwohner wohl nicht. 

mb

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