Anwohner der Bierdener Kämpe fordern „verkehrsberuhigten Bereich“

„Kinderspiel auf der Straße“

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Die Bierdener Kämpe dient vielen Kindern als Schulweg. Ein Fuß- oder Radweg fehlt an der Straße.

Bierden - Die Bierdener Kämpe soll ein „verkehrsberuhigter Bereich“ werden. Das wünschen zumindest die Anwohner der Straße in dem neuen Wohngebiet. Eine Gruppe um Werner Wippler übergab jetzt im Rathaus eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Rainer Ditzfeld.

An der Bierdener Kämpe wohnen sehr viele Familien mit Kindern, meist im vorschulischen Alter. „Diese können trotz Elternaufsicht leicht beim Spielen auf die Straße laufen“, erläutert Wippler. Darüber hinaus sei die Straße als Schulweg auch aus dem anderen Teil Bierdens „sehr stark frequentiert“. Weil es dort keinen Fuß- oder Radweg gibt, seien die Kinder in erheblicher Weise durch den Autoverkehr gefährdet. „Es muss ja wohl nicht erst etwas passieren.“

Von der Bremer Straße bis zur Lieferanfahrt für den Supermarkt habe die Straße eine Breite von 10,50 Meter und einen zusätzlichen Fußweg. Der Rest der Strecke ist laut Wippler dann nur noch 9 Meter breit – „inklusive Parkplätzen und Müllabstellbereichen und ohne Fußweg“. Stellenweise sei die Straße so eng und durch Bepflanzung schlecht einsehbar, „dass selbst Kinder, die sich vollkommen korrekt am Rand aufhalten, dort sehr knapp von Autos passiert werden; und das mit Tempo 30 oder auch mehr“.

Ein verkehrsberuhigter Bereich bietet nach Angaben von Wippler gegenüber der derzeitigen 30-er Zone mehrere Vorteile:

– Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen; Kinderspiele sind überall erlaubt.

– Der Fahrzeugverkehr muss Schrittgeschwindigkeit einhalten.

– Die Fahrzeugführer dürfen die Fußgänger weder gefährden noch behindern; wenn nötig müssen sie warten.

– Die Fußgänger dürfen den Fahrverkehr nicht unnötig behindern.

– Das Parken ist außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen, zum Be- oder Entladen. Die Markierung der Parkflächen geschieht meist nicht durch Schilder, sondern über Markierungen wie verschiedenfarbige Pflasterungen.

– Der verkehrsberuhigte Bereich ist baulich so angelegt, dass der typische Charakter einer Straße mit Fahrbahn, Gehweg, Radweg nicht vorherrscht. Dies wird hier durch einen niveaugleichen Ausbau (Pflasterung), Pflanzbeete, wechselseitige Parkstände und Einengungen erreicht.

– Durchgangsverkehr und Lkw-Verkehr sind nicht grundsätzlich verboten, der verkehrsberuhigte Bereich wird also keine Anliegerstraße.

„Eigentlich ist die Straße Bierdener Kämpe baulich so gestaltet, als ob es bereits ein verkehrsberuhigter Bereich wäre. Insoweit würden die beantragten Schilder mehr Sicherheit geben und alle Verkehrsteilnehmer zur größeren Vorsicht und Rücksicht mahnen“, stellt Werner Wippler fest.

Und auch, dass der bereits im vorigen Herbst von ihm und anderen vorgetragene Wunsch nach einer Verkehrsberuhigung damals vom städtischen Verkehrsplaner Stefan Schuster dahingehend beantwortet worden sei, dass mindestens 75 Prozent der Anwohner damit einverstanden sein müssten. Wippler: „Nun haben sich 84 Prozent dafür ausgesprochen.“

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