Achimer Forum möchte dem Wunsch nach Frieden eine Plattform geben

Antikriegsinitiative Stimme verleihen

Sie trafen sich zum Erfahrungsaustausch und wünschen sich Unterstützer für eine öffentliche Friedensdebatte. Reihe links von unten: Heide Franz, Hans Ludwig Schröder, Silke Thomas, Herfried Meyer. Reihe rechts von unten: Paul Brandt, Charly Braun, Eberhard und Ursula Just. Mitte: Hartmut Drewes.
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Sie trafen sich zum Erfahrungsaustausch und wünschen sich Unterstützer für eine öffentliche Friedensdebatte. Reihe links von unten: Heide Franz, Hans Ludwig Schröder, Silke Thomas, Herfried Meyer. Reihe rechts von unten: Paul Brandt, Charly Braun, Eberhard und Ursula Just. Mitte: Hartmut Drewes.

Achim – Unabhängig von der Debatte um den Beitritt der Stadt Achim zur UN-Resolution gegen Atomwaffen von 2017 und der Unterzeichnung des Verbotsvertrages (wir berichteten) beklagen Hans Ludwig Schröder und Paul Brandt, dass die Einwohner ihrem Wunsch nach Frieden kaum öffentlich Ausdruck verleihen könnten. Zwar gehöre die Stadt seit 1985 der Vereinigung „Mayors for Peace“ an und hisse am 8. Juli eine entsprechende Flagge am Rathaus, aber dieses Bekenntnis werde kaum wahrgenommen. Auf der anderen Seite erkennen sie eine Bedrohungslage, wie es sie seit Ende des Zweiten Weltkriegs auf der Welt nicht gegeben habe. Rüstungsausgaben schießen laut Brandt und Schröder in die Höhe, öffentlich werde über den Einsatz kleiner Nuklearwaffen nachgedacht, Flucht und Vertreibung hätten ungekannte Ausmaße angenommen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Anlässlich des heutigen Gedenktags zum Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 81 Jahren und um über mögliche Schritte zu beraten, hatten die beiden Initiatoren einige „Aktive für den Frieden“ am Montagmittag zu einer Debatte ins Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) eingeladen. Die Vertreter von Friedensforen, die Fraktionschefs der SPD/Mindermann-Gruppe und der Grünen im Stadtrat, Repräsentanten des DGB und von Terre des Hommes sprachen über ihr Vorgehen und mögliche Lösungen für Achim. Einig war sich der Convent darüber, dass man Jugendliche gewinnen müsse, um eine Friedensdebatte stärker in den öffentlichen Raum zu tragen. Denn auch die Forderung nach mehr Klimaschutz im Zusammenhang mit der Bewegung „Fridays for Future“ lasse sich ohne friedliche Verhältnisse auf der Welt nicht umsetzen. Die Fraktionen könnten mit Resolutionen vorangehen, so Silke Thomas (Grüne), aber das Fundament darunter müsse von der Bevölkerung getragen werden.

Wie eine öffentliche Debattenkultur für Frieden auf der Welt und mehr Teilhabe in Achim erreicht werden könne, konnte die Zusammenkunft nicht klären. Deshalb fordern die Initiatoren zunächst alle Interessierten auf, sich bei Hans Ludwig Schröder zu melden, um anschließend ein weiteres Vorgehen koordinieren zu können. „Die meisten Menschen wünschen sich Frieden und eine Welt ohne Atomwaffen, nur tragen sie es nicht nach außen“, weiß Paul Brandt und ruft dazu auf, offen für den Frieden einzustehen. Kontakt per E-Mail an die Adresse lp_schroeder@yahoo.de oder unter der Telefonnummer 04202 / 80 33.

Von Ingo Schmidt

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